Vesna Andonovic

Pseud.: vac

Kragujevac ()


Foto: Vesna Andonovic
Vesna Andonovic
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Vesna Andonovic kam im Alter von einem Jahr aus Jugoslawien nach Luxemburg. Sie besuchte zunächst die Primärschulen in Beggen und Mamer und anschließend das Athenäum in Luxemburg. Nach dem Abitur im Jahre 1989 studierte sie die Fächer Kultur und Kommunikation an der Universität Nancy II und spezialisierte sich dann in Filmgeschichte am Institut européen du cinéma et de l’audiovisuel der Universität Nancy II. 1994 schloss sie das Studium mit dem Diplom des DEA ab.

Ihre berufliche Laufbahn begann Vesna Andonovic als pädagogische Assistentin im Lycée Technique du Centre. Nach einem Sabbatjahr gründete sie 1999 eine Kommunikationsagentur, in der sie u. a. die erste Internetseite für die Radprofis, die Brüder Frank und Andy Schleck, gestaltete. Seit 2005 arbeitet Vesna Andonovic als Journalistin, zunächst als Freelance bei der Illustrierten Télécran, dann ab Januar 2006 als Kulturredakteurin im Luxemburger Wort. Im Juli 2013 wurde sie beigeordnete Chefin der Kulturredaktion; seit November 2017 leitet sie die Kulturrubrik. Seit 2015 gehört sie ebenfalls dem Redaktionskomitee der Kulturrevue Nos Cahiers an; regelmäßig schreibt sie Artikel für die Illustrierte Ons Stad. Außerdem ist sie seit 2015 Mitglied der Jury des Prix Laurence, der alljährlich während des Literaturfestivals LiteraTour in Bettemburg an junge AutorInnen vergeben wird. 

Als Kulturjournalistin im Luxemburger Wort schreibt Vesna Andonovic Rezensionen, Kritiken, Glossen, Reportagen, Leitartikel bzw. Interviews hauptsächlich aus den Bereichen Film, Theater, Musik, Literatur, Gesellschaft und Kultur.

Unter den Titeln BLOG-NOTE[S] und D’Kulturell Woch publiziert sie kritische Glossen mit literarischen Anspielungen, in denen unterschiedliche subjektive Befindlichkeiten zur Sprache kommen. In der Kulturbeilage Die Warte veröffentlicht sie Aufsätze zu Schriftstellern wie William Shakespeare oder Jack London. In der Wort-Rubrik Lesezeit verfasst Vesna Andonovic Rezensionen über literarische Werke von ausländischen und luxemburgischen Autoren wie Jean Krier. In einer mehrteiligen Serie publiziert sie Aufsätze über Schlösser und Gärten aus der Großregion, jeweils immer gepaart mit der passenden Familiengeschichte und historischen Aspekten. 

Darüber hinaus schreibt Vesna Andonovic Kritiken über Theaterinszenierungen u.a. zu Frank Hoffmann oder Jean-Paul Maes. Sie berichtet ebenfalls über Musikaufführungen in- und ausländischer Künstler, wie z.B. über Konzerte von Serge Tonnar. Vesna Andonovic nähert sich dem Kulturbetrieb zudem häufig über Interviews mit Schauspielern, Regisseuren, Dirigenten, Sängern oder Autoren, die in Luxemburg auftreten. Seit 2015 schreibt Vesna Andonovic auch Leitartikel, in denen sie hauptsächlich kulturelle Aspekte zur Sprache bringt. Sie variiert eine breite Spannweite von ernsten bis hin zu weniger ernsten Themen.

Vesna Andonovic ist ebenfalls in der Filmbranche engagiert. Sie gehört seit 2012 der Jury des Lëtzebuerger Filmpräis sowie aktuell der Filmakademie an, die den alljährlichen Filmpreis in Luxemburg bestimmt. Zudem fungiert sie als Mitglied der SIGNIS, der World Catholic Association for Communication. In diesem Kontext nahm sie wiederholt an der Ökumenischen Jury für Filmpreise teil, u. a. am Fribourg International Film Festival, am Leipzig Festival for Documentary and Animates Film und am Filmfestival Max Ophüls in Saarbrücken. In Die Filmkritik der Woche kommentiert Vesna Andonovic Filme aus recht unterschiedlichen Sparten und Herkunftsländern, ob es sich nun um Blockbuster, Serien oder um anspruchsvolle Produktionen handelt. Sie geht auch auf Luxemburger Produktionen bzw. Koproduktionen ein, wie Pol Cruchtens Voices From Chernobyl, Andy Bauschs Rusty Boys oder die Dokumentarserie Routwäissgro. In ihrer Rubrik Zapping kommentiert sie seit 2016 die neuesten Netflix- bzw. Amazon-Prime-Serien. Desgleichen berichtet sie von filmischen Ereignissen und gesellschaftlichen Events, so z. B. von den Filmfestspielen in Cannes, von den Internationalen Filmfestspielen von Berlin oder auch dem Luxemburger Filmpreis.

2013 veröffentlicht Vesna Andonovic als Autorin ihre erste Erzählung unter dem Titel Zëmmer Nummer fënnef. Die Geschichte besteht aus sieben Teilen unterschiedlicher Länge nach der Fibonacci-Zahlenfolge 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8. Sie enthalten Gedankensprünge in diversen Erzählformen, scheinbar ohne inneren Zusammenhang. Einige Kapitel behandeln existentielle Seins-Fragen in Verbindung mit einer gescheiterten Liebesgeschichte. Erzählt werden auch eine misslungene Amerika-Auswanderung sowie die Geburt einer dritten Tochter und die Reaktion des enttäuschten Vaters, der diese aussetzt, weil er sich einen Sohn erwartet hatte, ihr jedoch, angesichts ihres Überlebenswillens, ein besseres Leben verspricht. Die sechste Geschichte spielt in Zimmer Nummer fünf und schildert die Nacht eines gescheiterten Paares;  die siebte behandelt seine definitive Trennung mit Hinweisen auf mathematische Zahlenreihen. Alle Geschichten sind untereinander verbunden durch kurze biografische Hinweise de(r)s Ich-Erzähler(in)s.

Josiane Weber

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Lesezeit - Lectures pour tous. Supplément commun de Luxemburger Wort et d'Voix
vac
Luxemburger Wort / d'Wort / LW
Vesna Andonovic
vac
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Vesna Andonovic
Ons Stad. éd. par l'administration communale de la Ville de Luxembourg
Vesna Andonovic
Télécran. das Luxemburger Magazin
Vesna Andonovic

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Prix Jacques Diedenhoven (Luxembourg) Trostpreis Le portrait 1989
Zuletzt geändert 04.12.2017