Damian Kratzenberg

Damien Kratzenberg; Damy Kratzenberg

Pseud.: K.

Clerf - Luxemburg


Foto: Damian Kratzenberg
Damian Kratzenberg
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Damian Kratzenberg war der Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Schlossverwalters in Clerf. Nach dem Abitur in Diekirch studierte er von 1898 bis 1902 Philologie in Luxemburg, Lille, Paris und Berlin und unterrichtete anschließend Deutsch und Griechisch in Diekirch, Echternach und ab 1927 am Athenäum. Er war ab 1908 Mitglied des Volksbildungsvereins, ab 1912 der AGEL/ASSOSS, von 1927 bis 1936 der liberalen Partei. Mitte der 1930er Jahre wandte sich Damian Kratzenbergdem nationalsozialistischen Deutschland zu, übernahm von 1935 bis 1940 den Vorsitz der GEDELIT und erhielt 1936 in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Kultur die 1932 vom deutschen Reichspräsidenten gestiftete Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft. Ab 1940 war er Landesleiter der Volksdeutschen Bewegung, 1941 wurde er zum Direktor des Athenäums ernannt. 1946 wurde er wegen Landesverrats zum Tode verurteilt.

Damian Kratzenberg trat zunächst mit pädagogischen Aufsätzen an die Öffentlichkeit, erstmals mit dem Beitrag Der deutsche Aufsatz als Ausdruck und Stärkung der Persönlichkeit im Programm des Echternacher Gymnasiums 1911-1912. 1922 gab er zusammen mit Pierre Frieden die kurzlebige Schülerzeitung Le Collégien heraus. In den 1920er Jahren erschienen in Les Cahiers luxembourgeois Beiträge zu heimatkundlich-lokalhistorischen Themen und zum Renert. 1931 wirkte er an dem von Eugen Ewert herausgegebenen Batty Weber-Almanach der Zeitschrift Junge Welt mit. Während der deutschen Besatzung gab Damian Kratzenberg Heim ins Reich! Schriftenreihe der volksdeutschen Bewegung heraus, als deren erstes Heft seine eigene Schrift Die volksdeutsche Bewegung in Luxemburg erschien, und legte in der Broschüre Die Höhere Schule Luxemburgs im Umbruch die Prinzipien nationalsozialistischer Schulpolitik dar. Von Damian Kratzenberg erschienen zwischen 1916 und 1920 Kindererzählungen in Zeitung für kleine Leute, Unser Land und Luxemburger Kinder-Kalender sowie 1926 in Les Cahiers luxembourgeois das mystizistische Märchen Das Leuchten.

Pierre Marson

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Damian Kratzenberg
Collégien (Le). Luxemburger Schülerzeitung
Damian Kratzenberg
Echternacher Anzeiger
K.
Journal des professeurs
Damian Kratzenberg
Junge Welt. Literatur-Kunst-Sport-Schönheit
Damian Kratzenberg
Moselland. kulturpolitische Monatshefte
Damian Kratzenberg
Obermosel-Zeitung / OMZ
Damian Kratzenberg
Schule und Scholle. Jahrbuch der Landschule
Damian Kratzenberg
Zeitung für kleine Leute
Damian Kratzenberg

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Paul Cerf
1975 Der Mann, der Luxemburg "heim ins Reich" führen wollte. In: Revue 27.12.1975, S. 62-68.
Emile Haag
1976-1977 Die Luxemburger Gesellschaft für deutsche Literatur und Kunst (Gedelit). 4 Teile. In: Hémecht 28 (1976), H. 1, S. 5-26; H. 2, S. 101-157; H. 3, S. 285-320; 29 (1977), H. 2, S. 133-171.
Emile Krier
1978 Deutsche Kultur- und Volkstumspolitik von 1933-1940 in Luxemburg. (Diss. Phil. Fak. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Univers. Bonn, masch.)

Archiv

BNL: Ms 478
CDRR (Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance):

Mitgliedschaft

Name
AGEL/ASSOSS - Association générale des étudiants luxembourgeois
GEDELIT
Zuletzt geändert 10.02.2015