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Corina Moscovich

Rosario ()

Corina Moscovich wuchs in Argentinien auf. Sie besuchte die Grundschule und die Sekundarschule in Rosario und ließ sich im Anschluss zur Kindergärtnerin sowie zur Lehrerin für Spanisch als Fremdsprache und zur Übersetzerin für Englisch-Spanisch ausbilden. Später absolvierte sie einen Masterstudiengang in spanischer Literatur und Sprache (mit Schwerpunkt englisch-deutsche Autoren) an der Nationalen Universität von Rosario (2012). Zwischen 2001 und 2003 lebte sie in Großbritannien und in den USA. Sie verbrachte ein Jahr in Südafrika (2010) und ein weiteres in Deutschland (2013-2014). 2014 zog sie nach Luxemburg. Dort erwarb sie 2017 einen Master in Multikulturalismus und Mehrsprachigkeit an der Universität Luxemburg. Zurzeit arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin, Journalistin und Dozentin. Seit 2016 leitet sie unter anderem kreative Schreibwerkstätten an der Universität Luxemburg. Sie nimmt an zahlreichen Vortragsreihen, lyrischen Performances und Festivals teil, darunter an dem von Miriam R. Krüger organisierten „Cri de femme“ und dem „Printemps des poètes Luxembourg“. Seit 2020 hat Corina Moscovich auch die luxemburgische Staatsbürgerschaft.

Corina Moscovich schreibt auf Spanisch und Englisch. Ihr 2006 erschienenes Werk Vía Remington ist ein zweisprachiger Gedichtband. Unter anderem inspiriert von Städten wie Rosario (Argentinien) und Bismarck (USA) umfassen die Gedichte von Ort und Zeit gefärbte Sinneswahrnehmungen, die die Autorin bald ausdehnt, bald verengt und in denen der geografische Raum und das Denken, das oft der Liebe gewidmet ist, in einen Dialog mit der Körperoberfläche und der Stofflichkeit des Schreibens treten. 2016 wechselt Corina Moscovich zur Prosa und veröffentlicht einen Roman auf Spanisch mit dem Titel Ser de sangre („Wesen aus Blut/Aus Blut sein“). Vor dem Hintergrund der Entwicklung Argentiniens am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts verwebt die Autorin in diesem Werk drei Erzählstränge miteinander: das Schicksal einer russischen Einwandererfamilie, einen 1948 begangenen Mord und die Nachforschungen einer jungen Frau, die versucht, Licht in die Vergangenheit ihrer Familie zu bringen. Die drei mit autobiografischen Elementen gespickten Erzählstränge unterstreichen die Bedeutung von Familiengeschichten und Blutsbanden sowie die Notwendigkeit, zu den eigenen Ursprüngen zurückzufinden. 

Corina Moscovichs Werke erscheinen außerdem in argentinischen Anthologien, unter anderem in 19 de Fondo (2008), Fin Zona Urbana (2010) und Abat-Jour (2015).

Dieser Artikel wurde verfasst von Ludivine Jehin

Veröffentlichungen

Zitiernachweis:
Jehin, Ludivine: Corina Moscovich. Unter: , aktualisiert am 07.06.2021, zuletzt eingesehen am .