Alessandra Galli
Alessandra Galli, die italienischer und luxemburgischer Staatsangehörigkeit ist, war von 1970 bis 1982 Schülerin an der Brill-Schule in Esch-sur-Alzette und am Pensionnat Sainte Sophie in Luxemburg-Stadt und, bis 1984, am Lycée Michel Rodange. Nachdem sie 1986 zunächst eine Handelsschule besuchte, nahm sie ein Studium der Geisteswissenschaften in Luxemburg, Straßburg und Paris auf. Sie erwarb 1993 eine Maîtrise in Neuerer Literaturwissenschaft und arbeitete anschließend fast 30 Jahre lang im privaten Bildungswesen in Luxemburg, wo sie insbesondere Schüler mit Lernschwierigkeiten betreute.
Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei Comment sortir d'une psychose et terminer sa psychanalyse (2016) nicht um einen therapeutischen Ratgeber. Aus ihren persönlichen Erfahrungen mit Psychoanalyse, aus ihrer Ausbildung und Lektüre schöpft die Autorin ein Werk, das zwischen Essay und poetischem Schreiben oszilliert. Einerseits greift sie auf die Arbeiten ausgewählter Psychoanalytiker (Jean-Claude Racamier, René Roussillon oder auch Jacqueline Schaeffer) und Schriftsteller (z. B. Michel Leiris und Henri Michaux) zurück, um ihre persönlichen Überlegungen zu Schlüsselbegriffen der Psychopathologie zu untermauern. Sie legt deren Ambivalenzen dar und hinterfragt insbesondere den Status des Opfers. Andererseits schafft sie eine zweite Stimme, die Träume und Zustände eines „Ich“ fragmentarisch wiedergibt. Durch seine analytische und kreative Natur bietet das Schreiben somit die Möglichkeit einer intimen Auseinandersetzung mit dem Denkprozess und erlaubt es letztendlich, eine Therapie abzuschließen.
Veröffentlichungen
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Jahr2016
Jehin, Ludivine: Alessandra Galli. Unter: , aktualisiert am 05.02.2026, zuletzt eingesehen am .