Massimo Sartini

Differdingen


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Massimo Sartini
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Massimo Sartini besuchte von 1984 bis 1990 die Primärschule Woiwer in Differdingen, von 1990 bis 1997 das Lycée technique in Esch-Lallingen und, von 1997 bis 1999, das Lycée de garçons in Esch/Alzette. Er studierte von 1999 bis 2000 französische Sprache und Literatur am Centre universitaire in Luxemburg, dann bis 2003 an der Université Marc Bloch in Strassburg, wo er mit einer Maîtrise ès lettres modernes abschloss. Von 2004 bis 2005 arbeitete er als Französischlehrer Esch/Alzette, zuerst am Lycée technique Lallingen und am Lycée Hubert Clément, seither ausschließlich am Lycée Hubert Clement in. Massimo Sartini leitet am Gymnasium die Theatergruppe Namasté, die u.a. seine Theaterstücke Déif oder Daiva, in 2011, und Falkenstein, in 2013, aufführte.

Massimo Sartini publizierte historische Theaterstücke, die im 14. Jahrhundert in Luxemburg und in Prag spielen und die Illustrationen dieser Epoche enthalten. D’Tragedie vum Kinnék Wenzel spielt zurzeit von Wenzel I. (1378-1400) und thematisiert die politische Lage der Epoche. Karl IV., der Vater von Wenzel und Sigismund, sorgt sich um seinen Sohn Wenzel, der in Prag lebt. Jobst von Mähren, der Cousin von Wenzel, erinnert diesen daran, dass er sein Volk vernachlässigt, und unternimmt Reformen, die es ihm erlauben, die Macht zu übernehmen. Die Erziehung der unwissenden Schüler erfährt sinnlose Reformen und spiegelt die Politik der Epoche wider, die das Volk ernährt, ohne ihm Anstrengungen abzuverlangen. Die burleske Theaterkomödie Déif oder Daiva spielt im Jahre 1337 zurzeit Johann des Blinden. Nach sieben Jahren Abwesenheit kommt der Händler Mielmattes von einer Geschäftsreise nach Hause und lässt glauben, dass er verstorben sei und sein Vermögen seinem Sohn Mätti überlasse. So möchte er den Charakter seines liederlichen Sohnes prüfen. Geldhannes Longkaul, von Mättis Erbschaft und einem gefälschten Testament angezogen, verspricht Mätti die Hand seiner Tochter und zwingt die beiden zur Heirat. Die Komödie endet mit Mättis Verhaftung wegen Hochstapelei, doch Daiva verteidigt ihren Mann, der wieder auf den rechten Weg findet. Schließlich versöhnen sich Vater und Sohn. Falkenstein spielt im Jahre 1313. Fünf Jahre nach einem Krieg, in dem Philip III, der Graf von Falkenstein, Vianden und Stolzemburg, den Gatten Leas, der Burgherrin von Stolzemburg, tötete, liegen die zwei Familien im Streit. Der senile Graf umwirbt Lea und versucht, um den Frieden wieder herzustellen, seine drei Töchter mit Leas drei Söhnen zu verheiraten und ihnen sein ganzes Vermögen zu vererben. Nach einigen Verwechslungen und barbarischen Handlungen gelingt der Friedensschluss.

 

Jacques Steffen

Mitgliedschaft

Name
Namasté
Zuletzt geändert 11.03.2014