Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Alphonse Cruchten


Foto:
© Droits réservés/Alle Rechte vorbehalten

Alphonse Cruchten

Petingen

Pseudonyme: A.C.

Alphonse Cruchten besuchte zwischen 1950 und 1956 die Grundschule in Petingen und anschließend das Lycée de garçons in Esch/Alzette, wo er 1964 das Abitur ablegte. Er war einige Zeit als Ersatzlehrer tätig, bevor er von 1967 bis 1991 Gemeindesekretär in Dippach wurde. Von 1991 bis 2004 war er Sekretär des SYVICOL, dem Dachverband der luxemburgischen Gemeinden und Städte. Dort war er u.a. für die Kontakte mit dem Europarat und dem Europäischen Ausschuss der Regionen zuständig. Viele Jahre lang war Cruchten aktives Mitglied der Harmonie municipale de Pétange, u.a. von 1991 bis 1995 als Präsident und als Mitautor der Jubiläumsbücher zum 75. und 100. Geburtstag (1984 und 2010 erschienen). Außerdem veröffentlichte er Beiträge zur Lokalgeschichte von Dippach und Petingen.

Alphonse Cruchten schrieb das unveröffentlichte Kindertheaterstück Pe’tenger Stadmusikanten, das 1965, unter der Regie des Autors und mit Musik von Paul Pierrard, bei einer Feier der Harmonie municipale de Pétange aufgeführt wurde. 2019 erschien der Kriminalroman Concert de gala. Die Handlung spielt in dem fiktiven Ort Maragole; der Name, hinter dem sich Petingen verbirgt, wurde einem Bach zwischen Rodingen und Rollingen/Lamadelaine entliehen. Der Untertitel, Résistance et collaboration, verweist auf die angesprochenen Themen. 1962 bricht, in der Pause eines Galakonzertes der örtlichen Musikgesellschaft, der Flötist Charles Dupont zusammen und stirbt an einer Vergiftung. Es stellt sich heraus, dass dieser Mord mit seiner Vergangenheit als Kollaborateur im Zweiten Weltkrieg zusammenhängt. Als hochrangiges Mitglied der Waffen-SS hat dieser sich nach Kriegsende weißwaschen lassen um wieder ein angeblich unbescholtenes Mitglied der luxemburgischen Gesellschaft zu werden. Nach und nach deckt der Nachkomme eines während der Besatzungszeit in Bergen-Belsen inhaftierten Resistenzlers die Wahrheit auf, indem er Archive durchforstet und Überlebende befragt. Der Text inspiriert sich an der Geschichte von Cruchtens Onkel Roger Budinger, einem Resistenzler, der selbst durch den deutschen Amtbürgermeister von Petingen verraten wurde.

Dieser Artikel wurde verfasst von Nicole Sahl

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    A.C.

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Sahl, Nicole: Alphonse Cruchten. Unter: , aktualisiert am 09.11.2020, zuletzt eingesehen am .