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© Anna Valentiny

Anna Valentiny

Luxemburg

Anna Valentiny besuchte die Grundschule in Remerschen (1997-2003) und das Lycée Aline Mayrisch (2003-2010). Anschließend studierte sie Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien sowie Architektur an der TU Wien (2010-2011). Von 2011 bis 2018 führte sie ihr Architekturstudium (M.Arch./Diplom) an der Akademie der bildenden Künste Wien fort, wo sie 2014 zudem an der Klasse für Szenografie teilnahm. Nach ihrer Rückkehr nach Luxemburg arbeitete sie von 2018 bis 2023 beim Architekturbüro Valentiny hvp Architects; 2023 wurde sie dort Partnerin. 

Neben ihrer Arbeit als Architektin ist Anna Valentiny als Publizistin und Verlegerin tätig. Nachdem sie bereits 2016 Redaktionsmitglied des Züricher Architekturmagazins archithese war, wurde sie 2017 Chefredakteurin des Luxemburger Architekturmagazins ADATO, für das sie auch selbst Essays schreibt. 2020 gründete sie den Verlag Point Nemo Publishing. Das Verlagsprogramm umfasst neben der Zeitschrift ADATO sowohl Sachbücher, wie den Jubiläumsband 40 Years Valentiny HVP Architects (2021), als auch Belletristik und Kinderliteratur. 

Anna Valentiny ist zudem Autorin. 2014 entstand Gute Nacht Abendland, das Valentiny als satirisches Architekturhörspiel bezeichnet und das auf ihrer Website publiziert wurde. Mit Hortus Alienum. Scenographies of Nobody’s Voyage (2025) präsentiert Anna Valentiny ihre Diplomarbeit – eine multimediale Installation, die architektonische, szenografische und erzählerische Elemente kombiniert – in Buchform. Im Zentrum steht der vier Akte und einen Prolog umfassende Dramentext Hortus Alienum, in dem die Figur Nobody – für deren Namen nicht zufällig Homers Odysseus (Outis, altgr. für „niemand“) Pate steht – auf einer Expedition durch eine karge, künstliche Park- und Küstenlandschaft irrt. Daneben enthält der Band Audioaufnahmen des Textes, Fotografien der kroatischen Adriaküste, die der Autorin als Vorbild für die Szenografie des Stücks diente, sowie zahlreiche Designs, die die Stationen von Nobodys Reise illustrieren. Ergänzt wird das künstlerische Projekt durch einen wissenschaftlichen Essay der Geologin Jelena Vidović. 

2026 erschien das Kinderbuch De klenge Kannibal, das von Edith Burggraff, der Mutter der Autorin, illustriert wurde. Die Erzählung handelt von einem Kind, das sehr an seiner Mutter hängt und nur schwer gleichaltrige Freunde findet, und von einem fantastischen Urlaubserlebnis, das ihm dabei hilft, Ängste zu überwinden und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Anna Valentiny wurde zweimal mit dem Lëtzebuerger Buchpräis in der Kategorie Design ausgezeichnet: 2021 für den von ihr herausgegebenen Band 40 Years Valentiny HVP Architects und 2025 für Hortus Alienum.

Dieser Artikel wurde verfasst von Fabienne Gilbertz

Veröffentlichungen

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Zitiernachweis:
Gilbertz, Fabienne: Anna Valentiny. Unter: , aktualisiert am 23.10.2026, zuletzt eingesehen am .