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© Gaby Kiersch

Gaby Kiersch

Gabrielle Kiersch
Beles

Gaby Kiersch besuchte das Lycée de jeunes filles in Esch-sur-Alzette und legte dort im Jahr 1968 das Abitur ab. Von 1968 bis 1972 studierte sie Kunst an der Académie royale des Beaux-Arts in Lüttich mit einer Spezialisierung auf Bildhauerei. Von 1972 bis 1974 absolvierte sie das Lehramtsreferendariat am Lycée de garçons in Esch. Ihre wissenschaftliche Qualifikationsarbeit beschäftigte sich mit dem luxemburgischen Karikaturisten Albert Simon. Im Jahr 1975 erhielt sie eine Ernennung zur Kunstlehrerin am Collège d’Enseignement moyen, später Lycée technique Mathias Adam in Petingen.

Zwischen 1973 und 1979 gestaltete Kiersch Plakate für den Kommunistischen Bund Luxemburger Studenten (KBL) und Karikaturen für dessen Zeitung Rote Fahne. Von 1998 bis 2010 nahm sie mit Skulpturen an Gruppenausstellungen der Künstlervereinigung Lëtzebuerger Artisten Center (LAC) teil, zwischen 1997 und 2019 hatte sie ebenfalls Einzelausstellungen, so etwa 2003 Sculptures et reliefs auf Schloss Bourglinster.

Unter dem Reihentitel www.lu veröffentlichte Gaby Kiersch zwischen 2021 und 2025 vier Comicalben, in denen sie sowohl für den Text als auch für den grafischen Teil – eine Kombination von Zeichnungen und Collagen – verantwortlich zeichnete. Sie erzählen die Abenteuer einer Familie und mit ihr befreundeter Personen und sind in einer nahen Zukunft bzw. einer durch futuristische Erfindungen und Entdeckungen verfremdeten Gegenwart angesiedelt. Dazu gehören etwa der verbreitete Einsatz von Lieferdrohnen und eine in der Quantenmechanik gründende, »glitch« genannte Technik, aufgrund derer sich Räume beim Betreten verändern und die Protagonisten in andere Weltgegenden und Zeitalter reisen. Eine Eigenart mancher Figuren besteht im Hang zu Sprachspielereien, insbesondere der Bildung von Wort- und Satzpalindromen. Die Alben lassen einen Entstehungshintergrund in der Corona-Krise erkennen und spielen auf auf diese zurückgehende Entwicklungen an.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pierre Marson

Veröffentlichungen

Zitiernachweis:
Marson, Pierre: Gaby Kiersch. Unter: , aktualisiert am 26.03.2026, zuletzt eingesehen am .