Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Raymond Boon


Foto:
© CNL

Raymond Boon

Esch/Alzette

Raymond Boon besuchte die Primärschule in Oberkorn und das Lycée Hubert Clement in Esch/Alzette. Er studierte Rechtswissenschaften an den Cours universitaires de Luxembourg und an der Université Paris I. Er schloss seine Studien mit einem Magisterdiplom ab, arbeitete dann als Rechtsanwalt am Gerichtshof in Luxemburg und ist gegenwärtig selbstständiger Berater.

Raymond Boon, der aus einer Obst- und Gemüsehändlerfamilie stammt, schrieb Die Erben Lucifers, einen Roman mit autobiographischen Tendenzen, der die Geschichte der Familie Noob aus Zolwer entwirft, die im Zweiten Weltkrieg wertvolle Kunstwerke beherbergte, die ein Deutscher sich angeeignet hatte. So gerät die Familie ins Visier dreier internationaler krimineller Vereinigungen, welche auf der Jagd nach den seltenen Exemplaren "entarteter Kunst" sind.

Boon schreibt auch Kriminalromane, die in Luxemburg spielen und die zum Teil die Arbeit der Kriminalkommissarin Bonn in Esch/Alzette beleuchten. Der Unfall am See erzählt die Geschichte einer Frau, die sich in der Scheidung befindet und die den Morddrohungen ihres Exverlobten ausgesetzt ist. Die Ermordung der Frau und eines Notars lassen die Kommissarin im Umfeld der Opfer und in der Welt des Fußballs ermitteln.

Dreißig Jahre nach dem gemeinsamen Universitätsstudium in Paris werden in Die vergessene Frau zwei alte Freunde, die inzwischen Honoratioren geworden sind, von ihrer Vergangenheit eingeholt. Eine Pariserin begegnet der Frau eines der Protagonisten und erzählt ihr die Geschichte einer Vergewaltigung. Kurze Zeit später werden die beiden Männer ermordet und die Kommissarin Bonn kommt zum Einsatz.

Der Junge im Licht der Nacht und andere Kurzkriminalgeschichten belichtet die Aufklärungsarbeit mehrerer Morde. Die Polizei untersucht die Morde, zuerst der an einem hohen Beamten, dann derjenige an einem Liebhaber und schließlich die Tötung homosexueller Personen.

Bei Nout a Misär handelt es sich um eine 19. Jahrhundert angesiedelte Kriminalgeschichte, die zweisprachig auf Deutsch und Luxemburgisch erscheint. Boon schildert die Jagd auf den Geist von Lasauvage und auf eine lokale Schmugglerbande. Der Roman spiegelt die elenden und erdrückenden Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter der Luxemburger Minette wieder.

Dieser Artikel wurde verfasst von Jacques Steffen

Veröffentlichungen

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Steffen, Jacques: Raymond Boon. Unter: , aktualisiert am 07.05.2021, zuletzt eingesehen am .