Willy Schmit

Jean-Willibrord Schmit

Pseud.: Christoph Klausener ; Chr. v. Orion

Echternach - Weilerbach


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Willy Schmit
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Willy Schmit studierte Theologie und Germanistik an der Universität Freiburg (CH) und übernahm anschließend das väterliche Kolonialwarenunternehmen in Echternach. Während des Zweiten Weltkrieges war er für kurze Zeit in Hinzert inhaftiert. In Bitburg unterrichtete er Französisch. Er war Laienoblat der Benediktiner und verbrachte einen Teil seines Lebens in der Benediktinerabtei Saint Maurice in Clerf, wo er zeitweise das Gästehaus verwaltete. Er war befreundet mit Pierre Grégoire und engagierte sich in der Paneuropabewegung des Otto von Habsburg.

Willy Schmit veröffentlichte in der unmittelbaren Vorkriegszeit seinen ersten Gedichtband Harfenklänge. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er unter dem Pseudonym Christoph Klausener, der das Eremitendasein eines Christusträgers symbolisieren soll. 1946 wurde er Mitarbeiter der von Victor Delcourt betreuten Wochenzeitung Das Familienblatt und publizierte in Die Warte-Perspectives. Er war Mitglied des Kronenburger Literaturkreises und veröffentlichte zahlreiche Gedichte in in- und ausländischen Zeitschriften. Willy Schmits Gedichte, die um die Schöpfung, Naturerleben und die Suche des Menschen nach Transzendenz kreisen, sind von Expressionismus und Symbolismus beeinflusst. Auch ist ihnen eine ausgeprägte Religiosität eigen. In seinem letzten Gedichtband Tau im Morgenrot griff Willy Schmit auf die Form des Haiku zurück. Darüber hinaus war Willy Schmit bekannt als Rezitator deutscher Dichtungen und Übersetzer der Willibrordus Sequenz aus dem Französischen ins Deutsche. Etliche seiner Gedichte sind von Emil Hoffmann und Alex Müllenbach vertont worden. Auszüge aus Kurz ist die Frist und Der Feuerengel wurden unter dem Titel Kerzen vorm Altar ins Bulgarische übersetzt. Die für 1983 angekündigten Gedichtbände Malbrucher Elegien, Der weiße Stein und Wäldersinfonien sind nicht erschienen.

Germaine Goetzinger

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Harfenklänge. Lyrische Gedichte
Chr. v. Orion (Willy Schmit) [Autor(in)]
1939
DEU
1939
Moments Musicaux. Lyrische Gedichte
Christoph Klausener (Willy Schmit) [Autor(in)]
1950
DEU
1950
Sonette der Dämmerung
Christoph Klausener (Willy Schmit) [Autor(in)]
1958
DEU
1958
La seule vérité c'est de s'aimer / Nur lieben ist Wahrheit
Paul Lanners [Autor(in)]
Willy Schmit [Autor(in)]
1977
FRE DEU
1977
Kurz ist die Frist. Gedichte
Christoph Klausener (Willy Schmit) [Autor(in)]
1978
DEU
1978
Der Feuerengel. Gedichte
Christoph Klausener (Willy Schmit) [Autor(in)]
1982
DEU
1982
Tau im Morgenrot. Haiku
Christoph Klausener (Willy Schmit) [Autor(in)]
1982
DEU
1982

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Willy Schmit
Familienblatt (Das). die moderne Wochenschrift mit Versicherung
Willy Schmit
Hémecht (d') - La Patrie. Erausgi vun der Unio'n vun de Letzeburger Freihêtsorganisatio'nen
Willy Schmit
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Christoph Klausener
Nuova Europa = Nouvelle Europe = NEeuropa. arts, letters, science
Willy Schmit
Schliessfach. Zeitschrift für Literatur und Grafik
Willy Schmit
Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort
Willy Schmit

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1957 Die Warte Jahrbuch 1957. Kleine Anthologie
1980 Lichtband-Autoren-Bild-Lexikon. Hrsg.: Peter Coryllis
1982 "Einsam, so wie ich gekommen...". Rückbesinnliches über den Dichter Christoph Klausener und den Menschen Willy Schmit. In: Die Warte-Perspectives 35 (1982) 27
1988 Willy, mon ami... . In: Riblet-Buchmann, Roger: Routes du vent... Chemins de vie... . Récits. Préface de L. P. Lutten. Clervaux [1988], p. 53-57

Mitgliedschaft

Name
Kronenburger Literaturkreis
Zuletzt geändert 12.07.2016