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Foto: Isabel Spigarelli


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© Claude Piscitelli

Isabel Spigarelli

Isabelle Spigarelli
Niederkorn

Pseudonyme: is

Nach der Grundschule in Zolwer besuchte Isabel Spigarelli von 2004 bis 2011 das Lycée Hubert-Clément in Esch/Alzette. Seit 2011 studiert sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft im Hauptfach sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften im Nebenfach an der Universität Frankfurt/Main. Für die Rubrik „Zoom“ der Zeitung Journal verfasste Isabel Spigarelli in den Jahren 2014-2015 eine Reihe von Reportagen zu Themen vor allem aus den Bereichen Kultur und studentisches Leben.

Isabel Spigarelli hat zunächst Kurzprosa publiziert. Erste Beiträge erschienen in der Schülerzeitung des Lycée Hubert-Clément. Bei einem Jugendliteraturwettbewerb des Musée d’histoire de la ville de Luxembourg im Rahmen der Ausstellung „Mord und Totschlag“ gewann sie 2010 mit dem Kurzkrimi Sie oder ich den ersten Preis in der Altersgruppe 17-20 Jahre. Die Geschichte beschreibt den Bewusstseinsstrom eines Jugendlichen, der über den Mord an seinen Eltern fantasiert. Sie erschien in der Anthologie Mord und Totschlag. 22 Kurzkrimis von jungen Autoren/innen aus Luxemburg (2010) und floss als Teil eines längeren narrativen Textes in ihren bisher einzigen Kursprosaband Der Versuch, zu sein ein.

Zentrales Thema von Isabel Spigarellis Erzählungen sind die Gedankengänge und emotionalen Zustände ihrer Hauptfiguren, in deren innere Welten der Leser über eine durchgehende Ich-Perspektive Einblick erhält. Beschrieben werden Prozesse der Individuation und Versuche der Ichfindung junger Menschen mit oft gebrochenen Biografien und schwierigen Eltern-Kind-Beziehungen. Rekurrente Motive sind die Erfahrung von Einsamkeit und Vergänglichkeit, Fragen des Lebenssinnes und der Möglichkeit einer authentischen Existenz.

Menschliche Beziehungen und das Bewusstsein der Vergänglichkeit werden auch in Isabel Spigarellis Romandebüt Nichts zu danken (2016) verhandelt. Dessen Protagonist M, eine unstete Person, die Schwierigkeiten damit hat, sich in die Wirklichkeit und die Gegenwart einzufügen, kehrt nach längerer Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück. Er nimmt Abschied von seiner im Endstadium dementen Großmutter und seiner Jugendliebe. In einem Prozess der Läuterung und der Klärung von bisher Unausgesprochenem findet er Befreiung für einen Neuanfang.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pierre Marson

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    woxx / Grénge Spoun. déi aner Wochenzeitung = l’autre hebdomadaire
    Verwendete Namen
    is

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Zitiernachweis:
Marson, Pierre: Isabel Spigarelli. Unter: , aktualisiert am 29.06.2017, zuletzt eingesehen am .