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Foto: Luc Spada


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Luc Spada

Luxemburg

Pseudonyme: Sophie Beck ; L.S. ; lsp

Luc Spada besuchte die Grundschule in Dippach und das Lycée Aline Mayrisch in Luxemburg. Nach dem Abitur studierte er Theaterwissenschaften und Schauspiel mit Schwerpunkt Performance an der Universität München und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. 2008 absolvierte er einen Medienkunst Workshop unter der Leitung von Andreas Breitscheid. Luc Spada lebt als freier Schriftsteller und Schauspieler in Berlin und Luxemburg.

Luc Spada tritt als Schauspieler in Haupt- und Nebenrollen in verschiedenen Theater- und Filmprojekten im In- und Ausland auf. 2008 stellte er die künstlerische Leitung für den Jugendclub TNL des Théâtre National du Luxembourg. Spada stand auch als Performance Poet bei diversen Events auf der Bühne, dies unter anderem in Kooperation mit Lambert Schlechter. Zusammen mit Francis Kirps rief Luc Spada 2009 eine Lesebühne ins Leben, von der er sich 2011 distanzierte. 2011 stieß Claudine Muno dazu. Die Lesebühne ist eine Kunstform, bei der eine feste Autorengruppe zusammen mit Gästen kurze, selbst verfasste Texte in der Tradition des Poetry Slam vor Publikum vorträgt. 2012 brachte er selbst als Regisseur seinen Monolog Wenn nicht ich, wer denn sonst? in der Kulturfabrik in Esch/Alzette zur Erstaufführung. Zwischen 2012 und 2015 trat Luc Spada in einer eigenen Reihe im Grünen Salon der Berliner Volksbühne auf.

Luc Spada debütierte schriftstellerisch als Co-Autor des Theaterstücks Global Warning (2008), einer Gemeinschaftsarbeit des TNL Jugendclubs. Er ist Autor von Stirb für mich (2009), einem „Drama in 14 Bildern“, das mit ihm selbst in der Kulturfabrik in Esch aufgeführt wurde. Im Jahr 2010 wurde das Theaterstück Kreisverkehr aufgeführt, das Luc Spada mit dem Pseudonym Sophie Beck signierte und in dem er selbst die Rolle des jungen Mannes übernahm. Im März 2015 entstand Huel se. Huel mech. Deng Mamm 2.0., ein Stück das im Rahmen des Festivals „Humour pour la paix“ des Kulturzentrums Neumünster entstanden ist und bei dem es um Hasskommentare in sozialen Medien geht. Für das im September 2016 stattgefundene „Festival Hate“ der Abtei Neumünster schrieb Luc Spada den Text für die Solo-Performance Hate Fuck, but sweet?, ein Stück das die Themen des Hasses und der physischen Selbstzerstörung auslotet. Zudem kam mit Pura Vida im November 2016 ein Theaterstück im Kapuzinertheater zur Uraufführung, das Aktualitätsversatzstücke mit Gesellschaftskritik paart. Darin diskutieren drei Personen aus verschiedenen Milieus untereinander sowie an sich vorbei und konfrontieren das Publikum mit ihren Lebensängsten, Selbstzweifeln und Problemen. So gründet der gescheiterte Autor Valentin, der Hauptprotagonist des Stücks, einen Blog mit dem Namen „Die Wahrheit“, der zum gutbesuchten Sprachrohr für rechtsextreme Hasstiraden wird.

Mit so sehr du mich auch willst, du wirst mich immer mehr wollen legt Luc Spada seinen ersten Lyrikband vor. Es handelt sich um Texte, die er selbst unter anderem auf Poetry Slam Veranstaltungen vorträgt. Die aus einer subjektivistischen Perspektive und in einer jugendlich-drastischen Sprache geschriebenen Gedichte geben sich gesellschaftskritisch, unkonventionell und sexuell freimütig. Mit Abführung der lebenswichtigen Mittelmässigkeit legt Luc Spada einen Band mit vier Prosatexten vor, die sich in Dialogform mit der Lebensrealität des zeitgenössischen Menschen auseinander setzt, die sich unter anderem durch Perspektivlosigkeit, Selbstironie, Melancholie und Auflehnung charakterisiert und die sich in einer hochstilisierten jugendlichen Sprache ausdrückt. Der Band enthält zwei Texte, die zum Teil überarbeitete Versionen bereits zur Aufführung gekommener Theaterstücke sind, Wenn nicht ich, wer denn sonst?, aufgeführt in der Kulturfabrik in Esch/Alzette und Kreisverkehrte Verwesung (yeah). Spadas Lyrikband Fass mich an enthält 140 Freivers-Gedichte und Aphorismen. Dabei handelt es sich um extrovertierte und ungefilterte Subjektlyrik in Form von „Beats, Punchlines, Bitchmoves“, wie bereits im Untertitel des Buchs angekündigt.

Darüber hinaus war Luc Spada für das Tageblatt tätig und zeichnete unter dem Pseudonym Sophie Beck eine Kolumne im Lëtzebuerger Land. Seit Oktober 2016 schreibt Spada eine wöchentliche Kolumne für das Lëtzebuerger Journal.

Im Oktober 2010 wurde Luc Spada als Stipendiat der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin mit einer Künstlerresidenz ausgezeichnet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pascal Seil

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Feierkrop (De) / neie Feierkrop (Den) / DNF. onofhängegt zatirescht Wocheblat
    Verwendete Namen
    Luc Spada
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
    Verwendete Namen
    Sophie Beck
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    L.S.
    lsp
  • Titel der Zeitschriften
    Tageblatt / Escher Tageblatt = Journal d'Esch. Zeitung fir Lëtzebuerg
    Verwendete Namen
    Luc Spada

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1986-2016]

Archiv

Zitiernachweis:
Seil, Pascal: Luc Spada. Unter: , aktualisiert am 09.11.2020, zuletzt eingesehen am .