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Jean Fohrmann

Jängi Fohrmann
Düdelingen Esch/Alzette

Pseudonyme: F.J. ; J.F.

Jean Fohrmann stammte aus einer Eisenbahnerfamilie. Nach dem Abschluss der Oberprimärschule trat er 1919 als Schlosserlehrling bei ARBED Düdelingen ein. Das auf Veranlassung der Gewerkschaftsleitung aufgenommene Studium an der École ouvrière supérieure in Brüssel (1924-25) legte den Grundstein zu seiner politischen Karriere. Nach verschiedenen gewerkschaftlichen Ämtern, ab 1937 u. a. als Sekretär der Corporation générale du Travail (CGT), war Jean Fohrmann langjähriger sozialistischer Abgeordneter und Bürgermeister von Düdelingen. Er war Vizepräsident der Gemeinsamen Versammlung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und des Europaparlaments (1952-1965) sowie Mitglied der Hohen Behörde der EGKS in Straßburg (1965-1967). Von 1953 bis 1964 leitete Jean Fohrmann das Tageblatt.

Jean Fohrmann war auch literarisch tätig. Als Leiter der 1930 gegründeten Arbeiter-Jugend war er maßgeblich an der Herausgabe der Zeitschrift Die Arbeiterjugend beteiligt. Für diese Organisation schrieb er Theaterstücke in luxemburgischer Sprache, z. B. Der Sonn entge'nt zu Weihnachten 1930 oder Duerch d'Nuecht zum Lîcht aus Anlass der Feierlichkeiten zum 1. Mai 1932. Aus seiner Feder stammen eine Reihe volkstümlicher Lustspiele mit Gesangseinlagen: De Jim an de Bim, Kuddel-Muddel, Larifari, Gro'sse Streit emsoss. In K.-Z. Tatsachenberichte aus deutschen Konzentrationslagern schildert Jean Fohrmann, der 1942 umgesiedelt worden war und bis Mai 1945 im Konzentrationslager Groß-Rosen inhaftiert war, die Organisation der deutschen Lager und Erlebnisse aus der Haft.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pierre Marson

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Arbeiterjugend (Die). Organ des Arbeiterjugend-Verbandes Luxemburg
    Verwendete Namen
    Jean Fohrmann
  • Titel der Zeitschriften
    Tageblatt / Escher Tageblatt = Journal d'Esch. Zeitung fir Lëtzebuerg
    Verwendete Namen
    Jean Fohrmann
    J.F.

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Marson, Pierre: Jean Fohrmann. Unter: , aktualisiert am 07.05.2021, zuletzt eingesehen am .