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Foto: Pol Sax


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Pol Sax

Schifflingen

Nach der Grundschule in Monnerich besuchte Pol Sax die École professionelle in Esch/Alzette und die École des arts et métiers in Luxemburg, anschließend das Institut supérieur de technologie und das Lycée de garçons in Esch/Alzette. Er studierte Germanistik und Philosophie an der Universität in Heidelberg und an der Université libre de Bruxelles. Pol Sax war zunächst in der Gastronomie tätig, in Heidelberg u.a. als Betreiber des Restaurants Nudelfabrik von 1994-1996. Anschließend arbeitete er bis 1999 als Barmann. Seit 2001 lebt er als freier Autor in Berlin.

Pol Sax schrieb ab 2001 Rezensionen zur deutschsprachigen Literatur, etwa zu Bernhard Schlink und Sven Regener für den Saarländischen Rundfunk, sowie für Internetforen wie fackel.de. 2008 debütierte er mit dem Roman U5, benannt nach der U-Bahn-Linie in Berlin, das die Kulisse darstellt für eine Beziehungsgeschichte um drei gesellschaftliche Randfiguren. Der künstlerische Schaffensprozess, das Leben am Rande bürgerlicher Lebensformen sowie soziale und kommunikative Suchbewegungen zwischen Liebessehnsucht, Einsamkeit und Beziehungserinnerungen sind zentrale Merkmale des Romans, der Tod und Schuld thematisiert. Im Roman wird die Erzählung Theater von Guy Helminger zitiert. Pol Sax veröffentlichte Erzälungen, u.a. in der Anthologie Saz fir Saz (2010) der Walfer Büchertage.

2013 wurden im Kasemattentheater unter dem Titel Nutten und Koks erstmals Gedichte von Pol Sax vorgetragen, außer frühen Gedichten  handelt es sich überwiegend um solche, die 2012 und 2013 entstanden sind. Sie stehen in der Tradition der Nonsense-Lyrik und verstehen sich zugleich als Kritik an der Konkreten Poesie und an einer hermetisch-sprachexperimentellen Lyrik, insbesondere des deutschen Dichters Michael Lentz. Nebst Parodien und Travestien, humorvollen und ironischen Gedichten schreibt Sax auch sozialkritische Texte, in denen er die Gentrifizierung in Berlin und die Politik anprangert.

Für die Arbeit am Romanprojekt Pulilux/Der fliegende Robert über einen arbeitslosen Malermeister und Junggesellen, der eine Tätigkeit als Vertreter für Staubsauger der Firma Vorwerk annimmt, erhielt Pol Sax 2002 das Stipendium des Förderkreises Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. 2009 wurde der Roman U5 mit dem Prix Servais ausgezeichnet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter

Veröffentlichungen

Übersetzungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
    Verwendete Namen
    Pol Sax
  • Titel der Zeitschriften
    Galerie. Revue culturelle et pédagogique
    Verwendete Namen
    Pol Sax

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Archiv

Zitiernachweis:
Conter, Claude D.: Pol Sax. Unter: , aktualisiert am 10.05.2021, zuletzt eingesehen am .