Guillaume Lamesch

Guill. Lamesch; Wilhelm Lamesch

Pseud.: G.L.

Walferdingen - Walferdingen


Foto: Guillaume Lamesch
Guillaume Lamesch
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Guillaume Lamesch, der einer Bauernfamilie entstammte, trat 1884 in die Lehrernormalschule ein. 1887 wurde er Lehrer in Waldbredimus, 1900 in Münsbach. 1914 gab er den Lehrerberuf wegen Krankheit auf und kehrte in seinen Heimatort Walferdingen zurück, wo er in den Gemeinderat gewählt wurde.

Guillaume Lameschs Interesse galt der Literatur und der Musik gleichermaßen. Nach Liederhort, einer der Romantik verpflichteten Gedichtsammlung in deutscher Sprache, wandte er sich 1903 dem Luxemburgischen zu. Er schrieb eine Reihe von Theaterstücken mit z. T. von ihm selbst komponierten Gesangseinlagen, die erzieherisch wirken sollen, indem Tugenden wie Treue oder Nächstenliebe verherrlicht, Geiz oder Habsucht verdammt werden. Großen Erfolg hatte er mit dem Stück De Mononk, später De Mononk aus Amerika, welches das beliebte Motiv des Geldsegens für die Armen aufgreift. Die Musik zum Stück lieferte Pol Albrecht. Das Theaterstück D'Schmelz blieb unveröffentlicht. Der Roman Marie, oder, Die Braut des Millionärs erschien in Fortsetzungen in der Zeitung Der Moselbote. Sein Gedicht An der Frièmt wurde von Louis Petit vertont. Daneben sammelte Guillaume Lamesch heimatliche Sagen und war Mitarbeiter der Publikationsorgane Pädagogischer Sprechsaal, Ons Hémecht, Luxemburger Landes-Kalender und Luxemburger Sonntagsblatt

Germaine Goetzinger

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Hémecht / Ons Hémecht / 'T Hémecht
Guillaume Lamesch
Lëtzebuerger Sonndesblad / Luxemburger Sonntagsblatt / Luxemburger Sonntagsblättchen
Guillaume Lamesch
Luxemburger Landes-Kalender. mit Preisräthseln, Erzählungen, Belehrungen und Adressen [...]
G.L.
Guill. Lamesch
Moselbote (Der). Anzeiger für Stadt & Kanton Remich und das Luxemburger Land.
Guillaume Lamesch
Pädagogischer Sprechsaal. Organ der Luxemburger Volksschule und ihrer Lehrer
Guillaume Lamesch

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1930 Guill. Lamesch. In: Jonghémecht 4 (1930) 3, p. 72-73
2013 Die Syrdall-Sagen. In: Von Chorsängern, Eisenbahnen und Kirchenglocken. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Chorale Schuttrange-Schëtter Gesank. Herausgegeben von Michel Pauly und Paul Schmit, S. 105-113.
Zuletzt geändert 11.09.2017