Paul Weitz

Pseud.: Pablo Blancos ; Pastello ; Paul Picaud ; Picco ; Pol ; Pol Mol ; P.W. ; W. ; wz

Troisdorf () - Luxemburg


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Paul Weitz
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Paul Weitz arbeitete beim Lëtzeburger Chrëschtleche Gewerkschafts-Bond (LCGB), ehe er 1960 in die Redaktion des Luxemburger Wort eintrat. Als Journalist widmete er sich vor allem lokal- und europapolitischen Themen sowie der Luxemburger Geschichte. Von 1963 bis 1972 gehörte Paul Weitz dem Vorstand der ALJ  (Association luxembourgeoise des journalistes) an, von 1969 bis 1972 als Präsident. 1963 war Paul Weitz einer der Mitbegründer der Vereinigung europäischer Journalisten, später amtierte er als Kassierer und Generalsekretär. 1977 wurde er mit dem Prix du journalisme européen ausgezeichnet.

Paul Weitz debütierte 1955/56 als Schriftsteller unter dem Pseudonym Paul Picaud mit dem Fortsetzungsroman Panzerkreuzer ‚Dimitri-Donskoi’ in der Zeitung De Jocist. Unter demselben Pseudonym erschien im Lëtzeburger Sonndesblad 1976 der Fortsetzungsroman Und das Leben geht weiter. Unter dem Pseudonym Pablo Blancos folgten 1980 Tulipai. Drehbuch zu einem Western, sowie 1984 Die buntgescheckte Rasse. Eine Märchenglosse und unter eigenem Namen 1980/81 Die sieben Perlen des Mittelmeers. Die Geschichte einer Kreuzfahrt, dem Tagebuch einer Gesellschafterin nacherzählt. Im Luxemburger Wort legte er die Unterhaltungsromane in Fortsetzungen Mord in Genua und Hotel Atlanta vor.

Bekannt wurde Paul Weitz mit seinen wöchentlich im Luxemburger Wort erscheinenden lustigen Picco-Gedichten, von denen eine Auswahl 1956 als Sammelband unter dem Titel Picco Bello erschien. Doch die eigentliche Vorliebe Paul Weitzs galt historischen Themen. So betreute er die historischen Feuilletons Historietten, 150 Jahre und noch mehr, und Gazettchen im Sonndesblad, sowie Figurenkabinett in der Revue. 1970 verfasste er eine Studie zum hundertjährigen Bestehen des traditionsreichen Reisebüros Derulle –Wigreux & fils. Zahlreiche Beiträge über das Luxemburger Herrscherhaus, zur Luxemburger Lokal- und Kulturgeschichte erschienen im Lëtzebuerger Bauerekalenner, im Luxemburger Marienkalender und im Lëtzebuerger Sonndesblad, dessen Leitung ihm oblag. Sein Hauptwerk Hendrik und Amalia, die Lebensgeschichte des Prinzen Heinrich der Niederlande und seiner Frau Amalia, das 1976/77 zuerst in Fortsetzungen im Lëtzeburger Sonndesblad erschien, wurde 1980 mit dem Preis der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Werbung, Markt- und Meinungsforschung (AWMM) ausgezeichnet. 1988 erschien das Porträt Charlotte von Luxemburg. Ein Lebensbild, das von Liette Derrmann ins Französische übersetzt wurde. Das Hörspiel Den hellege Schetzel wurde 1960 mit Pir Kremer in der Hauptrolle von RTL gesendet. Unveröffentlicht blieben das Theaterstücke Centenaire zu Bungalow mit Musik von René Eiffes, die Operette Den Texasnuckes, das Drehbuch New-Harlem-Rhapsodie, das Legendenspiel Arduenna, der Roman Der buntgescheckte Peter sowie die Radiospiele Op der Blummewiss und Brasilieféiwer 1826.

Etliche Texte von Paul Weitz sind von Karl Theo Kallentin vertont worden.  Er selber betätigte sich u.a. mit dem Footballslidd und der Liedersammlung Eng Rees an d’Ländchen. Zwielef Lidder uechtert d’Ländchen auch als Komponist.

Germaine Goetzinger

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Bauerekalenner / Letzeburger Bauere-Kalenner
Paul Weitz
Lëtzebuerger Sonndesblad / Luxemburger Sonntagsblatt / Luxemburger Sonntagsblättchen
Pablo Blancos
Pol
Paul Weitz
Luxemburger Wort / d'Wort / LW
P.W.
Picco
W.
Paul Weitz
Marienkalender / Luxemburger Marienkalender / Lëtzebuerger Panorama
Pol Mol
Paul Weitz
Revue / Lëtzebuerger illustréiert Revue
Pol
Pol Mol
Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort
P.W.
Paul Weitz

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Anonym (Unbekannt)
2000 Paul Weitz - dem vielseitigen LW-Redakteur zum Gedenken. In: Luxemburger Wort 03.10.2000.

Mitgliedschaft

Name
ALJ - Luxemburger Journalistenverband [1925-2017]
RTL / Radio Luxemburg
Zuletzt geändert 24.04.2017