Phonebitch

Sandra Bewer [geb.]


Die Identität der sich hinter dem Pseudonym phonebitch versteckenden Person war lange nicht zu eruieren und sollte nach Angaben der Autorin aus beruflichen Gründen geheim bleiben. Denn phonebitch ist der Name, unter dem sich die Autorin als Telefonsex-Anbieterin bei einer Sex-Hotline meldet. Später gab sie bekannt, dass sie als Sicherheitsbeamtin am Flughafen Findel arbeitete, bevor sie nach England umzog.

In ihren Aufzeichnungen, die zunächst in Teilen auf ihrem Blog veröffentlicht waren, schildert die Autorin, teils durch Wiedergabe von Dialogen, ihre Erlebnisse und stellt dabei eine Verhaltenstypologie der in Luxemburg lebenden Anrufer auf. Die als sachlicher Bericht getarnten Erlebnisse enthalten Topoi der erotischen Literatur wie etwa die Unnahbarkeit und Sachlichkeit der Sexdienstleisterin und decken das breite Spektrum von Cybersex zwischen sexueller Simulation und verbaler Imagination ab.

Claude D. Conter

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Schmutzige Nummern. Kuriose Erlebnisse vom andern Ende der Sexhotline.
Phonebitch [Autor]
2012
DEU
2012

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Johannes Bruckner
2012 "Mein allererster Anrufer hat aufgelegt". Interview mit Telefonsex-Anbieterin. In sueddeutsche.de 29.05.2012
Sarah Brock
2012 „Telefonsex dauert im Schnitt zwei Minuten“. Phonebitch schreibt Buch. [Interview]. In: L'essentiel Online 25.04.2012.
Luc Laboulle
2012 Von der Bloggerin zur Buchautorin. Luxemburgische Sex-Telefonistin veröffentlicht Buch im Piper-Verlag. [Interview]. In: Tageblatt 25.04.2012, S. 22.
2013 Bitch bashing. In: D’Lëtzebuerger Land 08.02.2013.
Armin Linder
2015 Sie erzählt die ganze Wahrheit! In der tz verrät Sandra die Wünsche ihrer Kunden und sagt, wie das Geschäft läuft. In: TZ, 22.01.2015.

Weblinks

Zuletzt geändert 13.07.2017