Fabio Martone
Fabio Martone ist ein Pseudonym.
2024 erschien die Erzählung Ondugen unter dem Pseudonym Fabio Martone. In dem ironisch überspitzten und auf reale Personen und Skandale anspielenden Monolog, der sich über fünf Kapitel und die Dauer von fünf in einem Café getrunkenen Bieren erstreckt, berichtet der Erzähler von dem Versuch, mit der Gründung einer neuen Partei, die den nächsten Premierminister per Los bestimmen will, in Luxemburg basisdemokratische Prinzipien einzuführen. Thematisiert wird darüber hinaus die Suche nach einem in Luxemburg lebenden Nachfahren von Victor Hugo und Johann Wolfgang von Goethe, der zum Nationalschriftsteller ernannt werden und die vermeintlich defizitäre Luxemburger Literaturgeschichte aufwerten soll. Der Erzähler kritisiert die Kulturszene und die Politik und beanstandet, auch vor dem Hintergrund der Migrationsgeschichte seiner eigenen Familie, eine kapitalistische und latent rassistische Mentalität der Luxemburger. Auf einer metafiktionalen Ebene werden die Funktion des Erzählens und der Literatur in der heutigen Gesellschaft reflektiert, und die Entstehung des Theaterstücks Ondugen sowie des Pseudonyms Fabio Martone geschildert.
Der Text wurde für die Bühne adaptiert und 2025 unter der Regie von Claude Mangen im Mierscher Theater aufgeführt.
Veröffentlichungen
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Titel OndugenJahr2024
Sekundärliteratur
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Titel E Buch an e Bünestéck, dat säin Numm net gestuel huet! “Ondugen” vum Fabio Martone. 16.12.2024.Autor(in) Bea Kneip
Jahr2024 -
Autor(in) Antoine Pohu
Jahr2024 -
Autor(in) Valerija Berdi
Jahr2024
Gilbertz, Fabienne: Fabio Martone. Unter: , aktualisiert am 23.03.2026, zuletzt eingesehen am .