Theodor von Cederstolpe

Potsdam () - (Unbekannt) ()


Theodor von Cederstolpe war Premierleutnant im 39. Infanterieregiment der preußischen Garnison der Bundesfestung Luxemburg, wo er u. a. als Kartograf beschäftigt war. 1835 erschien die Darstellung Exercierplatz Hollerich. Von 1844 bis 1845 fertigte er einen Historischen Plan der Bundesfestung Luxemburg an.

Theodor von Cederstolpeist der Verfasser des zweiteiligen Lyrikbandes Gedichte, dessen erster Teil separat unter dem Titel Sagen von Luxemburg, poetisch bearbeitet im Großherzogtum erschien und mehrere Auflagen erlebte. Darin enthalten sind Sagen in Versform (Melusina, Das Unkekaulmännchen, Der heilige Schätzel), lyrische Texte über verschiedene Gegenden Luxemburgs (Der Grunewald, Die Alzette, Die Mosel) und Gedichte mit lokalhistorischem Bezug (Der Napoleonsbaum, Auf dem Heiligen Geist, Mansfelds Schloß). Die Beschreibungen von Land und Stadt zeugen von der spätromantischen Hinwendung zur Volkskultur und der Verherrlichung von Vergangenheit. Der zweite Teil des lediglich in Berlin erschienenen Gedichtbandes enthält unter dem Titel Lebensknospen weitere lyrische, epische und epigrammatische Gedichte.

Gast Mannes

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Gedichte
Theodor von Cederstolpe [Autor(in)]
1841
DEU
1841
Sagen von Luxemburg, poetisch bearbeitet
Theodor von Cederstolpe [Autor(in)]
1843
DEU
1843

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Michel Faltz
1952 Dichter und Sänger im Dienste der Trösterin der Betrübten
Nicolas Kohl
1987 Der "Grünewald", die "Todte Frau" und die Gedichte des Theodor von Cederstolpe. In: Walferdingen, Bereldingen, Helmsingen: Beiträge zur Lokalgeschichte herausgegeben zum Jubiläum der Gesangvereine und der Musikgesellschaft 1987, S. 273-279.
Pierre Marson
1992 "… An de Staatmaueren ganz traureg gespaart.“ Die Garnisonsstadt Luxemburg in der zeitgenössischen Literatur. In: Das Leben in der Bundesfestung Luxemburg (1815 – 1867). [1992], S. 74-76.
Marcel Watelet
1998 Luxembourg. Ville obsidionale. Cartographie et ingénierie européennes d'une place forte du XVIe au XIXe siècle. Musée d'Histoire de la Ville de Luxembourg, p. 73.
2002 Musen und Grazien in der Mark. 750 Jahre Literatur in Brandenburg. Bd. 2. Ein historisches Schriftstellerlexikon. Hg. von Peter Walther, S. 203.
Zuletzt geändert 19.02.2014