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Léon Braconnier

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Léon Braconnier besuchte von 1958 bis 1961 die Grundschule in Wiltz, dann von 1961 bis 1964 die Grundschule in Luxemburg/Merl. Von 1964 bis 1971 war er Schüler am Athénée de Luxembourg. Danach absolvierte er ein Pharmaziestudium an den Cours universitaires du Luxembourg (1971-1972) und an der Université libre de Bruxelles (1972-1977). Nach dem Studium war er Apotheker, zunächst in Luxemburg/Stadt (1977-1981), dann in Clerf (1981-2013). Als Mitglied der kulturellen Vereinigung De Cliärrwer Kanton, deren Vorsitzender er von 1985 bis 2015 war, organisierte Léon Braconnier Kunstaustellungen, Konferenzen, Rundtischgespräche und Konzerte. Er ist Initiator der Journées du Chant Grégorien, die jährlich in der Benediktinerabtei in Clerf stattfinden, und Gründungspräsident des Kulturhauses Cube 521, dessen Verwaltungsrat er von 2007 bis 2019 vorstand.

Von 1981 bis 2015 publizierte Léon Braconnier regelmäßig deutschsprachige Artikel in der Kulturzeitschrift De Cliärrwer Kanton, in denen er sich für die kulturellen, gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Belange des Öslings einsetzte, so z.B. für die Schaffung eines Gymnasiums im Kanton Clerf. Weitere Artikel erschienen in nos cahiers, Luxemburger Wort und der Revue.

Eine Auswahl seiner Artikel veröffentlichte Braconnier 2020 in einem Sammelband mit dem Titel Maria-Carla & andere Texte. Dieser Band enthält neben den journalistischen und essayistischen Artikeln auch französisch- und deutschsprachige literarische Texte und Gedichte, darunter Maria-Carla, die französischsprachige Kurzgeschichte, mit der Léon Braconnier 1981 beim Concours littéraire national ausgezeichnet wurde. Der Text erzählt von der flüchtigen Begegnung des Erzählers mit einer jungen Italienerin während einer Zugfahrt, die einen tiefen Eindruck bei dem jungen Mann hinterlässt. Andere, zum Teil vorher unveröffentlichte, Texte beschreiben Kindheitserinnerungen oder evozieren Natur und Leben im Ösling. Der Band Mots d’un secrétaire (2026) versammelt Gedichte und Zitate verschiedener Autoren, mit denen Braconnier, der von 1989 bis 1993 Sekretär des Lions Club Grand Duché Ardennes sowie des Distriktes 113 Grand-Duché de Luxembourg war, die Berichte des in Wiltz ansässigen Clubs jeweils informell abzuschließen pflegte. Mit dieser Auswahl möchte Braconnier die Bedeutung des Lesens hervorheben und jene würdigen, deren Schreiben ihn berührt hat, darunter auch luxemburgische Autoren wie Georges Chopiney, Paul Henkes, Léopold Hoffmann, Lex Jacoby oder Paul Palgen.  Der Band enthält auch zwei eigene Gedichte und den Text J’ai été secrétaire d’un Lions Club, der 1992 anlässlich des 25jährigen Bestehens des Distriktes 113 publiziert wurde.

Dieser Artikel wurde verfasst von Nathalie Jacoby

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cliärrwer Kanton (De) / DCK
    Verwendete Namen
    Léon Braconnier
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    Léon Braconnier
  • Titel der Zeitschriften
    nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
    Verwendete Namen
    Léon Braconnier
  • Titel der Zeitschriften
    Revue / Lëtzebuerger illustréiert Revue
    Verwendete Namen
    Léon Braconnier

Auszeichnungen

Zitiernachweis:
Jacoby, Nathalie: Léon Braconnier. Unter: , aktualisiert am 18.05.2026, zuletzt eingesehen am .