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© Ferdinand Rassel

Ferdinand Rassel

Hosingen Esch/Alzette

Nach Sekundarstudien am Lycée classique Diekirch besuchte Ferdinand Rassel zunächst das Institut supérieur de technologie in Luxemburg und absolvierte sodann universitäre Studien in Montreal. Anschließend arbeitete er während sechs Jahren als Ingenieur in Kanada. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg war er Mitbegründer und Mitgesellschafter eines Ingenieurbüros sowie Sachverständiger im Bauwesen. Er ist der Onkel von Danielle Rassel.

Ferdinand Rassels zweibändiger Roman La Nouvelle France (2010-2012) erzählt die Geschichte eines jungen Mannes aus Hosingen, der während der französischen Belagerung Luxemburgs im Jahr 1684 seine Eltern verliert. 1695 emigriert er als Diener eines in Luxemburg stationierten französischen Offiziers in die Kolonie Neufrankreich, wo er zunächst Waldläufer wird und mit seinem ehemaligen Herrn im Pelzhandel tätig ist. Schließlich lässt er sich mit seiner Familie als Händler bei Montreal nieder, wo er 1760 83jährig stirbt. Anhand der Lebensgeschichte des Protagonisten zeichnet der Roman ein Bild von Expansion, Höhepunkt und Niedergang der französischen Kolonisierung in Nordamerika zwischen dem Sankt-Lorenz-Strom und den Großen Seen. Schwerpunkte liegen auf dem Leben der Siedler, der Entwicklung der Kolonie, dem Verhältnis zu den indigenen Nationen sowie der zunehmenden Rivalität mit der britischen Krone, an die das Gebiet 1763 fallen sollte. Aus einer frankophilen Perspektive erzählt, schließt das Werk an das Genre der historischen Romane über die europäische Erschließung Nordamerikas an.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pierre Marson

Veröffentlichungen

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Marson, Pierre: Ferdinand Rassel. Unter: , aktualisiert am 27.02.2024, zuletzt eingesehen am .