Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Georgette Beljon


© Collection CNL

Georgette Beljon

Wiltz Luxemburg

Georgette Beljon absolvierte ihre Grundschule von 1923 bis 1928 sowie ihr Gymnasium von 1928 bis 1935 am Pensionat Sainte-Sophie in Luxemburg-Stadt. Sie studierte anschließend Philologie, von 1935 bis 1936 an den Cours supérieurs in Luxemburg, von 1936 bis 1937 an der Universität München und von 1937 bis 1939 an der Sorbonne in Paris. 1940 erhielt sie ihr Doktorat in Philosophie und Philologie (Latein und Germanistik) in Luxemburg, woraufhin sie ein Praktikum als Gymnasiallehrerin 1941 in Düsseldorf und zwischen 1941 und 1942 in Wuppertal ablegte. Georgette Beljon unterrichtete Deutsch, aber auch Französisch und Latein von 1944 bis 1955 im Lycée de jeunes filles in Esch/Alzette, und von 1955 bis 1976 im Lycée de jeunes filles, dem späteren Lycée Robert Schuman, in Luxemburg.

Das einzige Werk von Georgette Beljon, Pathologie d’une cure, erschien posthum im Jahr 2011, herausgegeben und eingeleitet von Claudine und Pierre Schabo-Prussen. Der Roman setzt sich aus mehreren Niederschriften zusammen, die Georgette Beljon anfangs der 1960er Jahre während eines Aufenthalts in einer Privatklinik in Bad Sandberg, Deutschland, machte. Pathologie d’une cure ist ein heterogener Sammelband mit existenziellen Überlegungen, Erinnerungen, Anekdoten aus dem Leben in der Privatklinik oder gar den unvorhersehbaren Äußerungen der Nevrose der Erzählerin. Die fragmentierte Schreibweise gibt Bruchstücke aus dem Seelenleben einer verängstigten und sensiblen Natur wieder.

Georgette Beljon lieferte außerdem Beiträge für die Zeitschriften Academia und Galerie. In diesen Texten äußert sich zum Beispiel ihre Vorliebe für Italien. Nachdem sie 1946 Die Bedeutung des Ostens in Hermann Hesses Leben und Werk als Abschlussarbeit ihrer pädagogischen Praktikums fertigstellte, unterhielt sie eine Korrespondenz mit dem Schriftsteller. Außerdem knüpfte sie Freundschaften mit Edmond Dune, José Ensch, Rosemarie Kieffer und dem italienischen Autor Guido Manacorda.

Georgette Beljon widmete sich auch der Malerei und der Skulptur und nahm regelmäßig an Ausstellungen teil.

Dieser Artikel wurde verfasst von Ludivine Jehin

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Academia. Mitteilungen aus dem Luxemburger Katholischen Akademiker-Verein
    Verwendete Namen
    Georgette Beljon
  • Titel der Zeitschriften
    Galerie. Revue culturelle et pédagogique
    Verwendete Namen
    Georgette Beljon

Sekundärliteratur

Archiv

Zitiernachweis:
Jehin, Ludivine: Georgette Beljon. Unter: , aktualisiert am 02.10.2020, zuletzt eingesehen am .