Germaine Simon

Paris () - (Unbekannt) ()


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Germaine Simon
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Germaine Simon besuchte die Volksschule in Petingen. Nach dem Abitur 1940 am Mädchengymnasium in Luxemburg studierte sie Medizin in Bonn. Nach einem Studienverbot 1942 musste sie zum Reichsarbeitsdienst nach Buckow (D). 1943 setzte sie ihr Medizinstudium in Tübingen fort. Im Mai 1945 kehrte sie für kurze Zeit nach Petingen zurück, bevor sie ihr Studium in Paris bis 1947 fortsetzte und in Westberlin an der Charité 1948 beendete. Nach der Pflichtassistentenzeit in Berlin erwarb sie in Paris ein Diplom als Tropenärztin. Nach einem kurzen Aufenthalt in den USA arbeitete sie zunächst im Düdelinger Krankenhaus, bevor sie bis 1995 eine Arztpraxis in Petingen führte.

Die Erzählungen im Band In den Ardennen schildern die psychologischen Abgründe von traumatisierten Figuren, deren Zwangshandlungen in individuellen Katastrophen enden. Kennzeichnend für die Erzählungen ist die Bedeutung des Schicksals, das von den Figuren als Bedrohung wahrgenommen wird. Den autobiografisch geprägten Roman Schicksal einer Ärztin über eine weibliche Emanzipationsgeschichte integriert die Autorin vollständig in den historischen Roman Lucilinburhuc, der die Geschichte Luxemburgs von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert erzählt.

Claude D. Conter

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr
In den Ardennen (1943-1944) und andere Novellen 1992
Zuletzt geändert 16.12.2014