Roland Harsch

Pseud.: R.H.

Luxemburg


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Roland Harsch
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Roland Harsch ist der Sohn eines Militärmusikers. Nach dem Besuch der Grundschule in Luxemburg-Weimerskirch war er Schüler am Lycée de garçons und am Konservatorium in Luxemburg, wo er die Klavierklasse von Victor Fenigstein und die Harmonieklasse von Jules Krüger besuchte. Danach studierte er Germanistik und Anglistik in Wien und Trier. Zwischen 1973 und 1975 war Harsch Lehrbeauftragter für Klavier an der Musikschule in Echternach. Ab 1976 war er Deutschlehrer, zuerst am Lycée classique de Diekirch, dann am Lycée Michel Rodange und von 1998 bis zu seiner Pensionierung 2011 am Lycée de garçons in Luxemburg.

Seit 1989 veröffentlicht Harsch ironische, oft parodistische und der Musik und Literatur verpflichtete Gedichte, Kurzgeschichten und Pastiches in Récré, Les Cahiers luxembourgeois, Die Warte-Perspectives, Le Phare, d'Lëtzebuerger Land, WOXX und Den neie Feierkrop. Texte erschienen auch in der Festschrift für Mario Fioretti (K)eng Schnapsidee und in mehreren Anthologien der Walfer Bicherdeeg (2003, 2006, 2007, 2009, 2012); auch das Künstlerbuch Stiller Ozean von Mariette Flener-Müller basiert auf einem seiner Gedichte. Ein wichtiges Thema in den sprachspielerischen Texten ist der Schulalltag, der in all seinen Facetten im Band Duda. Kurioses aus dem Rotstiftmilieu behandelt wird. In dem mit Fotos von Guy Mathey illustrierten Band Wintertrip stellt Harsch den Originalversen des romantischen Gedicht- und Liederzyklus Die Winterreise von Wilhelm Müller/Franz Schubert seine eigenen parodistischen, von ironischem Wortwitz getragenen und mit literarischen Zitaten und Anspielungen gespickten Um- und Neudichtungen gegenüber, in denen er die zeitlosen Grundthemen der Einsamkeit und Verlassenheit zeitgemäß variiert und somit neu dekliniert. Ein kabarettistisches Programm mit Texten von Harsch gelangte Anfang 2001 im Kapuzinertheater zur Aufführung. Das bisher unveröffentlichte Theaterstück Spielverderber über einen Konzertpianisten, der sich weigert zu spielen, wurde auf dem ersten Stückemarkt im Centre national de littérature vorgestellt und 2004 in Luxemburg und Zürich aufgeführt mit André Jung in der Titelrolle.

1990 war Harsch Preisträger des Gëllene Schniewel beim Saarbrücker Mundartwettbewerb, bei dem auch weitere Gedichte 1991, 1996 und 1997 ausgezeichnet wurden. 2001 erhielt er für seinen Band Laub und Nadel den Servais-Preis, während ein im gleichen Jahr beim Concours littéraire national ausgezeichnetes Gedicht in der Anthologie A sept voix (2002) veröffentlicht wurde. 2015 wurde Harschs Prosa- und Gedichtsammlung Rasch(t)Auer mit dem Lëtzebuerger Buchpräis in der Kategorie Fiction ausgezeichnet. Harsch ist Mitglied des LSV.

Gast Mannes / Jeff Schmitz

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Roland Harsch
Eis Sprooch (Actioun Letzebuergesch)
Roland Harsch
Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
Roland Harsch
R.H.
neie Feierkrop (Den) / DNF. onofhängegt zatirescht Wocheblat
Roland Harsch
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Roland Harsch
Phare (Le). Kulturelle Beilage - Point de vue culturel
Roland Harsch
Récré / Ré-création / Ausbléck. Magazine culturel de l'APESS
Roland Harsch
Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort
Roland Harsch
WOXX / Grénge Spoun. déi aner Wochenzeitung = l’autre hebdomadaire
Roland Harsch

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr
Musikalische Federspiele. Divertimento in neun Sätzen 1996
Laub und Nadel. Zeichnungen Carlo Schmitz 2000
Parodies ... ... und das. Zeichnungen Carlo Schmitz 2004
Duda. Kurioses aus dem Rotstiftmilieu 2011
Rasch(t) Auer. Gedichter a Prosa 2014
Wintertrip 2015

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Saarländischer Mundartwettbewerb / Sproochconcours (Gëllene Schniewel) Gëllene Schniewel Keng Zäit 1990
Saarländischer Mundartwettbewerb / Sproochconcours (Gëllene Schniewel) Auszeichnung Wat en Theater 1991
Saarländischer Mundartwettbewerb / Sproochconcours (Gëllene Schniewel) Auszeichnung 1996
Saarländischer Mundartwettbewerb / Sproochconcours (Gëllene Schniewel) Auszeichnung [Alles fir d'Kaz] 1997
Concours littéraire national Auszeichnung - Lyrik Zäume nicht, reite. Pegalopp durch Parodies [Auszüge] 2001
Prix Servais Servais-Preis Laub und Nadel 2001
Lëtzebuerger Buchpräis (Lëtzebuerger Bicherediteuren) Lëtzebuerger Buchpräis (Fiction) Rasch(t)Auer 2015

Mitgliedschaft

Name
LGV - Luxemburger Germanistenverband
LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1985-2016]
Zuletzt geändert 25.01.2017