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Foto: Pascale Velleine


Foto:
© Jean-Louis Del Valle

Pascale Velleine

Luxemburg

Pascale Velleine ist die Tochter von Barbara Höhfeld. Sie abolvierte die ersten zehn Jahre ihrer schulischen Laufbahn an der Europaschule in Luxemburg und besuchte ab 1977 das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Dortmund. Nach dem Abitur 1980 studierte sie Freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo sie unter anderem Kurse bei Tony Cragg, Karl Bobek und Nam June Paik belegte. Bei Letzterem machte sie 1987 ihren Meisterschülerabschluss. Seither ist sie als freiberufliche Zeichnerin tätig, zunächst in Düsseldorf, seit 1992 in Paris. Sie macht Illustrationen, Comics und Zeichnungen für Werbung, Presse und Verläge.

Pascale Velleine veröffentlichte ihren ersten Comic 1986 im Lëtzebuerger Almanach auf Deutsch. Ab dem Ende der 1980er Jahren erscheinen ihre Comics und Zeichnungen in österreichischen, deutschen und französischen Zeitschriften, darunter auch von 1989 bis 1990 die Comicreihe Paula, in der deutschen Frauenzeitschrift Brigitte. Sie veröffentlicht 2005 zusammen mit dem deutschen Psychiater Marius Houchangnia den Comic Was ist nur mit mir los? zum Thema Depressionen und später für die Schweiz auf Französisch übersetzt. Hierauf folgte eine weitere Zusammenarbeit zum Thema Schizophrenie.

Seit dem Ende 1990er Jahren arbeitet Pascale Velleine in unregelmäßigen Abständen mit Lucien Czuga zusammen, den sie bereits 1981 über ihre Mutter bei einer Vorstellung des Luxemburger Frauentheaters kennengelernt hatte. 1997 erscheint die Comicreihe Déi Branchéiert in Revue. 2010 erscheint unter dem Titel Polutro & Toumalin/Ballast & Klüger eine Sammlung kurzer Comics auf Deutsch und Französisch zum Thema Nachhaltigkeit im Auftrag der Union luxembourgeoise des consommateurs. 2014 erscheint D’Himmelsdéierche Marie-Lynn in dem von Andy Genen koordinierten Sammelband Lëtzibuch 1, an dem auch John Rech, Mireille Weiten-de Waha, Marco Weiten und Roger Leiner beteiligt waren.

Zusammen mit Lucien Czuga veröffentlichte sie 2015 und 2016 einen zweibändigen Spionagecomic, in dessen Mittelpunkt ein luxemburgischer Geheimagent names Jamie Blond steht. In An der Klemm zu Jerusalem und Schachmatt zu Zermatt muss dieser ein islamistisches Terrorkomplott um das großherzogliche Paar aufdecken. Die Figur verbindet Elemente von Ian Flemings James Bond und von Jean Bruces Romanfigur OSS 117, wie er in den Spielfilmkomödien von Michel Hazanavicius dargestellt wird. André Kemmer war als Berater an diesem Comic beteiligt.

2020 erschien anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Eintragung der Altstadtviertel und Festungen der Stadt Luxemburg in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes der Comic Fortific(a)tions, an dem insgesamt sechs Comiczeichner und drei Szenaristen beteiligt waren. Das Album enthält fünf Episoden rund um die Festungsstadt, die in eine, an Joseph Funcks Erzählung Kleines Schicksal inspirierte Rahmenhandlung eingebettet sind. Der Comic erschien jeweils in einer luxemburgischen, französischen und englischen Fassung. Pascale Velleine und Lucien Czuga erzählen in ihrem Kriminalcomic die Geschichte der Festungsstadt anhand deren Denkmäler.

Seit Mai 2018 schreibt sie die Rubrik Skizzen aus Paris in Kulturissimo.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude Kremer

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    kulturissimo. mensuel culturel et socio-politique
    Verwendete Namen
    Pascale Velleine
  • Titel der Zeitschriften
    Revue / Lëtzebuerger illustréiert Revue
    Verwendete Namen
    Pascale Velleine

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Kremer, Claude: Pascale Velleine. Unter: , aktualisiert am 14.05.2021, zuletzt eingesehen am .