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Foto: Albert Mambourg


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© Wolfgang Osterheld

Albert Mambourg

Aby Mambourg
Diekirch

Albert Mambourg war der Sohn eines Arztes. Er besuchte die Grundschule und das Gymnasium in Diekirch. Nach dem Abitur 1960 studierte er Medizin in Paris und Wien. Nach medizinpraktischen Erfahrungen in Wien und Montreux arbeitete er als Facharzt für Frauenheilkunde in Sursee bei Luzern, wo er seit 1996 eine Schönheitsklinik leitet.

Albert Mambourg schrieb zunächst in französischer Sprache u. a. Sportreportagen in Le Républicain lorrain. Auf Vermittlung von Simone de Beauvoir erschienen in den Nouvelles Éditions Debresses seine vom literarischen Existenzialismus und nouveau roman beeinflussten Romane. Sie veranschaulichen die Aporien einer radikal materialistischen Weltauffassung, indem in Bewusstseinsströmen medizinische Experimente mit Sexualpsychosen und Todessehnsucht zueinander in Bezug gesetzt werden.

Nachdem sich Albert Mambourg in der Schweiz niedergelassen und die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen hatte, schrieb er in deutscher Sprache Kurzerzählungen, überwiegend in den Anthologien des LSV, sowie erotische Liebesgeschichten (Liese endlos lieben). Die Erzählung Il Gato (2000) ist eine satirische Herbert-von-Karajan-Invektive. Laura enthält die Tagbuchaufzeichnungen des Schriftstellers Morand über seine Lebensgefährtin Laura, die auf deren gemeinsamen Reise auf den Spuren Marcel Prousts durch die Normandie tödlich verunglückt ist. Die Novelle Paris – ein Ende erzählt von einem alternden zwischen Lebenslust und Melancholie schwankenden Arzt, der anlässlich des Weltkongresses für Sexologie in Paris jene Frau wiedertreffen will, die ihn Jahre zuvor verlassen hat. Mambourg thematisiert im Prosatext, der von Rückblenden, Phantasien und Tagträumen sowie Anspielungen auf Marquis de Sades Werk geprägt ist, Alter, Einsamkeit und die Endlichkeit ebenso wie Genuss und Schönheit vor dem Hintergrund jeglicher Vergänglichkeit.

Albert Mambourg verfasste zudem Theaterstücke (Die Skrupel eines Bürgers, 100 000 Chinesen, Die Reise nach Amerika) und Revuen wie Der Bürger kommt selten allein, Der Ritt über den Vierwaldstättersee, Denn sie wissen, was sie tun. Er trat in Luzern einige Jahre auf Kleintheaterbühnen mit eigenen Kabarettprogrammen auf. Als Dramatiker erhielt er 1982 den Literaturförderpreis des Kantons Luzern. Er war Mitglied des LSV.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Galerie. Revue culturelle et pédagogique
    Verwendete Namen
    Albert Mambourg
  • Titel der Zeitschriften
    Républicain Lorrain. est-journal : grand régional d’information, quotidien indépendant
    Verwendete Namen
    Albert Mambourg

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1986-2016]
Zitiernachweis:
Conter, Claude D.: Albert Mambourg. Unter: , aktualisiert am 10.05.2021, zuletzt eingesehen am .