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Foto: Fernand Lorang


Foto:
© Wolfgang Osterheld

Fernand Lorang

Luxemburg-Merl Luxemburg

Pseudonyme: -g. ; L. ; Médiomatricus ; ng ; Signétorix

Fernand Lorang wuchs in Bettemburg auf. Nach dem Abitur am Athenäum wollte er sich an der Normalschule zum Lehrer ausbilden lassen. Doch wurde er im Sommer 1943 zum Reichsarbeitsdienst nach Polen verpflichtet und dann in die Wehrmacht eingezogen. Wegen versuchter Flucht wurde er inhaftiert. 1945 kehrte er nach Luxemburg zurück und arbeitete nach bestandenem Lehrerexamen als Ersatzlehrer in Mondorf und schließlich von 1946 bis 1982 in Rümelingen.

Fernand Lorang betätigte sich überwiegend als Regionalhistoriker. In Monografien und in Beiträgen für Luxemburger Wort, Lëtzebuerger Sonndesblad und d'Lëtzebuerger Land sowie Hémecht berichtete er über die verschiedenen Aspekte des Arbeiterlebens im Minett. Des Weiteren hat sich Fernand Lorang mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt und sowohl militärhistorische (Im Vorfeld der Maginot-Linie 1975, 1994), regionalhistorische (Am Dauschen iwer d´Strooss vun Eisen 1992) und alltagsgeschichtliche Studien veröffentlicht (Zwischen Pauschenpferd und Stufenbarren 1990). Er setzte sich für die Zwangsrekrutierten ein, für deren Status als Opfer des Naziregimes er kämpfte (Ons Jongen 1982).

Fernand Lorang veröffentlichte im Luxemburger Marienkalender Kalendergeschichten in der Art Johann Peter Hebels sowie Erzählungen und Gedichte in deutscher Sprache über die Minetteregion, vor allem in Die Warte-Perspectives. Literatur und Geschichtsschreibung überlagern sich in den der Mentalitätsgeschichte verpflichteten Texten Fernand Lorangs. Dementsprechend dominieren eine erzählende Darstellung von Geschichte wie auch Berichte über die Bräuche, Sitten und Erzählungen des Dorf- und Bauernlebens in Deemools (2004) und in dem vierbändigen Werk Aus aler Zäit (2003-2009). Davon zeugen auch die wöchentlich in Le Républicain lorrain (1972-77) erschienenen Kolumnen Le billet de Fernand Lorang und D'hier et d'aujourd'hui (unter Pseudonym), in denen er Volkskundliches und Alltägliches aus dem Dorf Villerouge erzählte und die er im Band Villerouge-sur-Caille zusammentrug.

Da er die Luxemburger Geschichte in enger Verbindung zur Sprache sieht, machte Fernand Lorang Luxemburgisch zum Gegenstand seiner Forschungen. Er war Mitglied der Luxemburger Wörterbuchkommission und erhielt für seine Verdienste um die Arbeiten zur historischen Semantik 2004 die silberne Dicks-Rodange-Lentz-Plakette der Actioun Lëtzebuergesch.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Galerie. Revue culturelle et pédagogique
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Hémecht / Ons Hémecht / 'T Hémecht
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Sonndesblad / Luxemburger Sonntagsblatt / Luxemburger Sonntagsblättchen (Luxemburger Sonntags-Blättchen für Stadt und Land)
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    L.
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Marienkalender / Luxemburger Marienkalender / Lëtzebuerger Panorama
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
  • Titel der Zeitschriften
    Républicain Lorrain. est-journal : grand régional d’information, quotidien indépendant
    Verwendete Namen
    Signétorix
    Fernand Lorang
    Médiomatricus
  • Titel der Zeitschriften
    Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort
    Verwendete Namen
    Fernand Lorang
    ng
    L.
    -g.

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Mitgliedschaft

  • Actioun Lëtzebuergesch - Eis Sprooch (1971- )
  • Institut grand-ducal Section de linguistique, de folklore et de toponymie (1935-97)
Zitiernachweis:
Conter, Claude D.: Fernand Lorang. Unter: , aktualisiert am 10.05.2021, zuletzt eingesehen am .