Joseph Speck

Echternach - Trier ()


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Joseph Speck
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Nach dem Abitur 1853 am Athenäum studierte Joseph Speck Germanistik und Altphilologie in Bonn und Louvain. Ab 1857 unterrichtete er Deutsch und Griechisch am Athenäum, bevor er 1863 nach Echternach an die École industrielle et moyenne wechselte. Zwischen 1866 und 1876 war er Gemeinderat in Echternach. 1878 kehrte Joseph Speck ans Athenäum zurück, wo er bis 1899 unterrichtete. Zu seinen Schülern gehörte u. a. Marcel Noppeney. Joseph Speck verfasste historische Abhandlungen über die Stadt und Abtei Echternach und pädagogische Schriften zum Realschulwesen, die im Echternacher Schulprogramm erschienen.

Als Autor ist Joseph Speck lediglich mit der im Dialekt geschriebenen Lokalsatire auf den braven Bürger Hämelmaoûs hervorgetreten. Das für den Karneval 1884 geschriebene Lied, das im Echternacher Anzeiger erschien, übt eine scharfe Institutionenkritik. Das Lied wurde wegen Beleidigung der Echternacher Stadtpolizei zunächst verboten, beim Neudruck 1885 umgeschrieben. Die unveröffentlicht gebliebene Satire De Rekrut, oder, De Respekt fir de Schacko ze droen enthielt Lieder von André Duchscher, die Caspar Mathias Spoo vertonte.

Claude D. Conter

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Echternacher Anzeiger
Joseph Speck

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Guy May
1985 Castigat ridendo mores. Revue in Luxemburg 1896-1940. Ein Kapitel nationaler Theatergeschichte. In: nos cahiers 6 (1985) 2, p. 27-76
Jean Jaans
1986 Echternacher Fastnachtsgrillen. Zur Geschichte der "Hämelmaous". In: Télécran 8 (1986) 6, S. 16-17
1992 Nos professeurs écrivains. In: Festschrëft 150 Joër Iechternacher Kolléisch 1841-1991, S. 427-464
Zuletzt geändert 25.02.2014