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Josy Greisen

Joseph Greisen
Gilsdorf Luxemburg

Josy Greisen war der Sohn eines Arbeiters bei der Ackerbauverwaltung. Er ging in Diekirch zur Grundschule und bis zur Quarta aufs Gymnasium. Ab 1931 ging er als Freischüler zur Handwerkerschule, wo er Zeichen- und Dekorationskurse besuchte, ab 1935 zur Privatschule für Dekoration Van der Keelen in Brüssel. Er arbeitete als Dekorateur und Maler, zuerst im Betrieb seines Onkels, dann bei einer Firma in Luxemburg, bevor er 1939 seine Meisterprüfung als Maler, Glaser und Dekorateur machte. Ab 1942 war er Assistent am Theater. Er wurde ans Trierer Theater zu einer sechsmonatigen Umschulung geschickt, später dienstverpflichtet. Nach dem Krieg arbeitete er für das Rote Kreuz und malte Porträts amerikanischer Soldaten. Dann hospitierte Josy Greisen an mehreren Theaterhäusern in Paris (Opéra, Opéra Comique, Théâtre Français). Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg 1949 arbeitete er bis 1981 als Bühnenbildner. Er konzipierte mehr als 300 Bühnenbilder und modernisierte vor allem das Genre, indem er zahlreiche Entwicklungen aus dem Ausland auf die Luxemburger Bühnen übertrug. Er illustrierte zudem mehrere Bücher z. B. Collection de portraits luxembourgeois (1954) von Katrin C. Martin oder Um Déieregeriicht (1980) von Henri Hanlet und zeichnete in seiner Kolumne Josy Greisen köpfte im Luxemburger Wort Personen aus dem Theater-, Literatur- und Kulturbereich.

Josy Greisen schrieb Kindertheaterstücke in luxemburgischer Sprache, die aufgeführt, aber nicht veröffentlicht wurden. Bei den Einaktern handelt es sich um didaktische Spiele, Komödien und Farcen mit den gattungsüblichen Intrigen etwa um verlorene Gegenstände. (Mecksi, Tupp, tupp, tupp, Den Détektiv, Eng Buschtawenzeppchen, allesamt 1979).

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter

Sonstige Mitarbeit

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    Josy Greisen

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • CartoonArt.lu (Ex Kiischpelter Cartoonale)

Archiv

Zitiernachweis:
Conter, Claude D.: Josy Greisen. Unter: , aktualisiert am 07.05.2021, zuletzt eingesehen am .