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Foto: Fernand Weirich


Foto:
© Collection CNL

Fernand Weirich

Rodingen

Pseudonyme: Fern ; F.W.

Nach dem Besuch der Gewerbeschule in Esch/Alzette und Gelegenheitsarbeiten meldete sich Fern Weirich zum freiwilligen Armeedienst und trat 1969 in die Postverwaltung ein. 1963 war er Mitbegründer der Rockband The Misteries, aus der das bis 1969 bestehende Duo The Outlaws mit Luke Haas hervorging. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand lebt Fern Weirich in Rheinland-Pfalz.

Als Autor debütierte Fern Weirich, den eine zeitweilige literarische Zusammenarbeit mit Charles Édouard Schmit verband, 1978 mit dem Aphorismenband Den Nagel auf den Kopf. Von 1979 bis 1985 war er Mitarbeiter des Lëtzebuerger Journal, wo er u. a. eine wöchentliche Beilage zur Literatur herausgab. In diesen Jahren entstanden der Band mit Schriftstellerporträts Zeitgenössische Luxemburger Autoren und die Chronik der Luxemburger Lyrik (1984). Er lieferte auch Beiträge zu Luxemburger Wort, Schliessfach, Revue, d'Lëtzebuerger Land und Kunststoff.

In den 90er Jahren wandte sich Fern Weirich, der seit seiner Kindheit unter dem Einfluss von Gab Weis zeichnete, verstärkt der Illustration und dem Comicstrip zu. Er war als Illustrator und Karikaturist von 1998 bis 2003 Mitarbeiter von Le Jeudi, von 2004 bis 2006 von Le Quotidien. 1998 illustrierte er eine Neuausgabe der Erzählung Der Raubritter von Heringen und der Kreuzfahrer von Fels (1881) von Heinrich Adolph Reuland. Seit 1998 veröffentlicht er, manchmal in Zusammenarbeit mit Jean Portante oder Jemp Schuster, Cartoons und Comicstrips, die sich durch einen Hang zum schwarzen Humor auszeichnen: De Nächsten. Medizynesches (1998), Plein-air (2000), De Bréifdréier (2001), Chaque jeudi (2001), Vive l'école (2002), Pater-noster (2004).

2007 erschien der Kriminalcomic Max la chasse à l’homme, in dem der hartgesottene Max Turbo ungewollt einen gesuchten Bandenchef ins Netz der Polizei treibt und daraufhin ins Visier der organisierten Kriminalität gerät.

In Zusammenarbeit mit Beate Paul wandte Fern Weirich sich dem Fantasygenre zu. Zunächst illustrierte er ihre siebenteilige Fantasy-Reihe Die Siegelwelt Chroniken (2011-2012) und anschließend Twirkes Fund (2013). Daneben veröffentlichte er mehrere Bände mit Tuschezeichnungen, wie Artwork (2018), Grotesques (2019), Women (2020) und Carbonara (2020) sowie vier Bände der Reihe Mythen und Legenden (2020), in denen er die literarischen und stilistischen Inspirationsquellen seiner Fantasywelten vorstellt.

Der 2020 erschienene Fantasycomic Le Petit Peuple steht stilistisch der frankobelgischen Schule nahe und spielt im gleichen Universum, das er mit Beate Paul bereits für Twirkes Fund entworfen hatte. Der Comic erzählt die Geschichte von einem Volk von Kobolden, das nach Jahrhunderten der Zurückgezogenheit wieder mit der Menschenwelt in Kontakt tritt.

Dieser Artikel wurde verfasst von Pierre Marson und Claude Kremer

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Jeudi (Le). l'hebdomadaire luxembourgeois en français
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Kunststoff. Kulturmagazin [für Trier, Luxemburg, Saarbrücken]
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Journal / Letzeburger Journal / Journal / LJ. Politik, Finanzen a Gesellschaft
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Wort / d'Wort / LW
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Quotidien (Le)
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
  • Titel der Zeitschriften
    Revue / Lëtzebuerger illustréiert Revue
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich
    F.W.
  • Titel der Zeitschriften
    Schliessfach. Zeitschrift für Literatur und Grafik
    Verwendete Namen
    Fernand Weirich

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • CartoonArt.lu (Ex Kiischpelter Cartoonale)
  • Cercle Comics asbl
Zitiernachweis:
Marson, Pierre/Kremer, Claude: Fernand Weirich. Unter: , aktualisiert am 10.06.2021, zuletzt eingesehen am .