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Foto: Joseph Noerden


Foto:
© Wolfgang Osterheld/Collection CNL

Joseph Noerden

Esch/Alzette Berlin ()

Pseudonyme: Erebos ; J.N.

Joseph Noerden absolvierte von 1942 bis 1945 eine Lehre als Industriekaufmann und trat in die Dienste der ARBED. Im November 1945 begann er mit Unterstützung von Abbé Jacques Hoffmann ein Studium an der Züricher Schauspielschule. Seine Lehrer waren u. a. Wilfried Seyfert und Erwin Kalser. 1948 debütierte er am Stadttheater Zürich in der Rolle des Bleichwang in Shakespeares Was ihr wollt. 1949 stand er bei den Recklinghausener Ruhrfestspielen als Schüler in Goethes Faust auf der Bühne. Im gleichen Jahr wurde er von Bertolt Brecht nach Ost-Berlin an das Berliner Ensemble verpflichtet. Hier stand er u. a. in Der Hofmeister von Jakob Michael Lenz und in den Brecht-Stücken Herr Puntila und sein Knecht Matti und Mutter Courage und ihre Kinder auf der Bühne. 1952 spielte er den Dom Juan von Molière in Rostock sowie den Leopold Treibel im Film Corinna Schmidt nach der Vorlage von Theodor Fontanes Frau Jenny Treibel. Im Juni 1953 ging Joseph Noerden nach Westberlin und trat dem von Boleslaw Barlog geleiteten Ensemble des Schillertheaters bei, wo er unter den Regisseuren Fritz Kortner und Heinz Hilpert Rollen in Des Teufels General von Carl Zuckmayer, Andorra von Max Frisch oder Die Plebejer proben den Aufstand von Günter Grass übernahm. Zugleich war Joseph Noerden Gastschauspieler bei Film, Fernsehen und Rundfunk.

Joseph Noerdens Kontakt zu Luxemburg brach nie ab. 1954 spielte er bei den Wiltzer Festspielen den Schüler in Goethes Faust. Zwischen 1968 und 1972 verpflichtete Tun Deutsch ihn zu vier Inszenierungen an das Kasemattentheater, und 1972 konzipiert er einen Brecht-Abend mit Haidy Jacoby und dem Schauspielerkollegen Bernhard Minetti.

Neben der Schauspielerei widmete sich Joseph Noerden dem Schreiben. Mit zwölf Jahren verfasste er erste Gedichte. Seine Gedichte erschienen in luxemburgischen Zeitungen, in Ons Jongen, in Sammelbänden des Clan des Jeunes und in Les Cahiers luxembourgeois. Während seines Militärdienstes schrieb er unter dem Pseudonym Erebos. Der Gedichtband Winterholz zeugt von den eigenen Träumen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Widersprüchen. Joseph Noerden stand in Korrespondenz mit Hermann Hesse.

Dieser Artikel wurde verfasst von Germaine Goetzinger

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
    Verwendete Namen
    Joseph Noerden
  • Titel der Zeitschriften
    Hémecht (d') - La Patrie. Erausgi vun der Unio'n vun de Letzeburger Freihêtsorganisatio'nen
    Verwendete Namen
    Joseph Noerden
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land / LL. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
    Verwendete Namen
    J.N.
  • Titel der Zeitschriften
    Nouvelle Revue luxembourgeoise. publiée par l'Université populaire et l'Association catholique des étudiants luxembourgeois
    Verwendete Namen
    Joseph Noerden
  • Titel der Zeitschriften
    Ons Jongen. organe de la ligue des conscrits luxembourgeois réfractaires au service militaire allemand
    Verwendete Namen
    Erebos
    Joseph Noerden
  • Titel der Zeitschriften
    Tribune du clan des jeunes
    Verwendete Namen
    Joseph Noerden

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • Clan des jeunes

Archiv

Zitiernachweis:
Goetzinger, Germaine: Joseph Noerden. Unter: , aktualisiert am 10.05.2021, zuletzt eingesehen am .