Eugène Forman

Pseud.: *** ; G. ; Gukuk ; Pucki ; Pucky

Luxemburg - Luxemburg


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Eugène Forman
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Eugène Forman besuchte das hauptstädtische Athenäum, wo er ein Klassenkamerad von Mathias Tresch war. Nach dem Abitur 1897 studierte er Rechtswissenschaften. An den Cours supérieurs war er ein Studienkollege von Marcel Noppeney.  1909 ließ er sich als Rechtsanwalt in der Stadt Luxemburg nieder. Die Zeit des Ersten Weltkrieges verbrachte er in Paris, wo er 1917 mit dem Memorandum Luxembourgeois, veillons sur nos intérêts les plus sacrés gegen die Annexionsgelüste Belgiens protestierte. Am 3. November 1918 war er Mitunterzeichnender einer vom Comité franco-luxembourgeois in Paris ausgearbeiteten und an die französische Regierung adressierten Note, die sich überzeugt gibt, dass die Luxemburger sich nach Kriegsende in einem Referendum für einen Anschluss an Frankreich aussprechen werden. 1946 ließ sich Eugène Forman für kurze Zeit in Prag nieder.

Literarisch verschrieb sich Eugène Forman der Satire, wobei er eher auf den Humor setzte als auf den scharfen Angriff. Gemeinsam mit Frantz Clément und Marcel Noppeney gründete er 1907 die avantgardistische zweisprachige Literaturzeitschrift Floréal, zu der er als Fortsetzungsroman die Satire Puckis Erdenfahrt, die im fiktiven Staat Lampeduse (Luxemburg) spielt, beisteuerte. 1922 gründete er das Satireblatt De Gukuk, dem er zusammen mit Jean-Pierre Welter bis 1934 als Redakteur vorstand. Eine 1924 von Michel Wantz gegen ihn angestrengte Beleidigungsklage endete mit einem Freispruch. Außerdem war Eugène Forman Mitarbeiter von De Peck-Villchen und Les Cahiers luxembourgeois.

Daneben schrieb Eugène Forman vor und nach dem Ersten Weltkrieg  mehrere Revuen, z.T. in Zusammenarbeit mit Poutty Stein, und in den 1940er Jahren eine Reihe lustiger Sketsche. In dem Sammelband D’Ro’t Schnappech wird mit der Nazizeit abgerechnet und typische Luxemburger mit ihren Schwächen und Macken werden karikiert. Es enthält u.a. das Kriegsdrama in drei Akten Die erlöste Melusina, in dem die Nazizeit Eingang findet u.a. indem Melusina 1940 von zwei Gestapomännern abführt wird und in der Villa Pauly zu Tode kommt. 

Germaine Goetzinger

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Eugène Forman
Floréal. revue libre d’art [et] de littérature = freie Rundschau für Kunst und Litteratur
Eugène Forman
Gukuk (De). erausgi vum Eugène Forman
Eugène Forman
G.
Gukuk
Volksbote (Der)
Eugène Forman

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1908 Eugène Forman. Steckbrief [Parade littéraire]. In: Floréal 3 (1908) Nr. 12 = 21.04.1908, p. 156-157
1922 Abreißkalender [zu Eugen Forman und Gukuk]: In: Luxemburger Zeitung 29.9.1922.
1929 Mundartliche und hochdeutsche Dichtung in Luxemburg. Ein Beitrag zur Geistes- und Kulturgeschichte des Großherzogtums
1946 Wiedersehen mit Pucki Forman. In: Tageblatt 30.11.1946
1948 Seifenblasen
1964-1967 Geschichte der Luxemburger Mundartdichtung. Erster Band: Von den Anfängen bis zu Michel Rodange. Zweiter Band: Von Aendréi Duchscher bis zur Gegenwart. Mit einer Bibliographie von Carlo Hury und einem Geleitwort von Prof. Dr Hugo Moser
Guy Schons
1996-1999 Putty Stein und die populäre Musik seiner Zeit 1888-1955. [3 Bde/vol.]
Luke Haas
2007 Comics in, aus und über Luxemburg

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr yearsort
Nabuchodonosor. Revue 1922 [Orphéon de Luxembourg] [1922] 1922

Mitgliedschaft

Name
Les Enfants de Luxembourg - Theatertruppe
Orphéon Municipal - Gesang- und Theaterverein
Revue (Theater)
Union dramatique
Zuletzt geändert 10.05.2016