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Autor

Georges Erasme Muller

G.E. Muller; Georges E. Muller

Pseud.: Georges Erasme ; George Erasmus

Düdelingen - Esch/Alzette


Foto: Muller, Georges Erasme
Georges Erasme Muller
Foto: ©

Georges Erasme Muller besuchte die Grundschule in Esch/Alzette, ab 1940 das Gymnasium in Echternach und ab 1941 die Oberschule in Esch/Alzette. Aus Krankheitsgründen wurde er nicht in die Wehrmacht eingezogen. Er war Mitglied der Unio'n. Nach dem Krieg studierte Georges Erasme Muller Medizin in Luxemburg (1944 -1945), Straßburg (1945-1948) und Paris (1948-1951), mit einem Stipendium des British Council in London (1951-1952) und mit einem Fulbright-Stipendium in Indianapolis (1953-1955), wo er auch Neurologie lehrte. Georges Erasme Muller arbeitete seit 1955 als Psychiater und Neurologe in Esch/Alzette und Niederkorn. Er schrieb mehr als 35 Fachstudien in drei Sprachen und fungierte als Dolmetscher auf internationalen Kongressen. Er war Gründungsmitglied und Sekretär der Société luxembourgeoise de neurologie, psychiatrie et électroencéphalographie und plante eine Cité européenne du cerveau im Elsass. Seine Studie Die europäische Siedlung zur Rehabilitation von Hirnverletzten wurde 1978 mit dem Glaxo-Preis ausgezeichnet.

Georges Erasme Muller schreibt in französischer Sprache. Das frühe Werk von 1948 bis 1970 umfasst sechs Erzählungen, zwei Theaterstücke zur Geschichte Luxemburgs (Mélusine, La Trève) und mehrere Reiseberichte (Israel, USA, Elsass), die er in Les Cahiers luxembourgeois, Les Pages de la SELF und Les Nouvelles Pages de la SELF veröffentlichte. Ab 1989 thematisiert er den Krieg als persönliches Erlebnis, familiäre Tragödie, nationale und europäische Geschichtserfahrung in der zweiteiligen Familienchronik De Friedland au Blitzkrieg 1807-1940 und Témoins de Tourmentes sowie in kurzen dokumentarischen Erzählungen im Lëtzebuerger Land. Im Jubiläumsjahr der Unabhängigkeit Luxemburgs 1989 legte Georges Erasme Muller die satirische Abrechnung mit Luxemburg in englischer Sprache How to remain what you are vor. Sie karikiert die identitätsstiftenden Mythen und Geschichtsfiguren des Großherzogtums und moniert in humorvoller Absicht die Mentalität der Luxemburger. Das Buch wurde in den folgenden Jahren in mehrere Sprachen übersetzt (italienisch, französisch, spanisch, niederländisch, deutsch, luxemburgisch, portugiesisch und tschechisch) und wurde mit mehr als 20 000 verkauften Exemplaren ein Beststeller. Die französische Übersetzung besorgte Georges Erasme Muller selber.

Die autobiografisch angelegten Romane Armand et les chimères hippocratiques und Věra, ou, Le sens de la continuité erschienen zuerst als Feuilletonroman in d'Lëtzebuerger Land. Sie erzählen in der Tradition des Entwicklungsromans die Individuationsgeschichte eines angehenden Neurologen und dessen Liebesbeziehung zu einer Tschechin. Thema ist die Identitätskonstruktion des Einzelnen im Spiegel der Wahrnehmung des Fremden als individuelle, kollektive und psychische Erfahrung einerseits und vor dem Hintergrund europäischer Geschichte andererseits.

Claude D. Conter

Werke

Eigene Übersetzungen

Titel
Jahr
Sprache Genres
Comment rester ce que nous sommes! Illustrations: Alison Koch-Kent, Raymon Mehlen et Roger Leiner. Truchement: Georges Erasme
Erasmus, George (Muller, Georges Erasme) aut.
Erasme, Georges (Muller, Georges Erasme) trad.
[2002]
FRE

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung
Benutzte Namen
Arts et lettres. publication de la Section des arts et des lettres de l'Institut grand-ducal
Muller, Georges Erasme
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Muller, Georges Erasme
forum. fir kritesch Informatioun iwer Politik, Kultur a Relioun
Muller, Georges E.
Lëtzebuerger Land (d') / d'Letzeburger Land. unabhängige Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur
Muller, Georges Erasme
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Muller, Georges Erasme
Nouvelles Pages de la SELF (Les)
Muller, Georges Erasme
Pages de la SELF (Les)
Erasme, Georges

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Mitgliedschaft

Name
SELF / S.E.L.F. - Société des écrivains luxembourgeois de langue française
Zuletzt geändert 08.09.2014