Marcel Staar

Pseud.: Fides

Clerf - Luxemburg


Foto: Marcel Staar
Marcel Staar (2015)
Foto: ©

Marcel Staar ist der Sohn von Paul Staar. Er wuchs in Clerf auf, besuchte von 1932 bis 1938 die dortige Grundschule und anschließend das Gymnasium in Diekirch. Im Januar 1944 wurde Staar zusammen mit den anderen Schülern seines Jahrgangs zwangsrekrutiert, zuerst als Luftwaffenhelfer an der Flak in Esch-Alzette, dann ab Juli.1944 zum Reicharbeitsdienst nach Pinne, im heutigen Polen. Mitte November 1944 kam er zur Wehrmachtsausbildung nach Berlin-Spandau und wurde Mitte Januar an die Ostfront im Oderbruch geschickt. Er wurde im April von den Russen gefangen genommen und kam in die schlesischen Lager Sagan, Bolko und Oppeln. Im Oktober 1945 kam Marcel Staar zurück aus der Kriegsgefangenschaft und beendete das Gymnasium in der Hauptstadt. Er Danach trat er in die Privatindustrie ein und arbeitete in der Brennstoffhandelsgesellschaft Schuler, Tochterfirma eines internationalen Konzerns,, vom er vom Privatbeamter Angestellten über den Prokuristen zumund dann . Swurde er zum Direktor brachte ernannt. Mit 65 Jahren ging er 1991 in Pension.

Marcel Staar veröffentlichte die Studie Das Postwesen in Luxemburg während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg: 10.5.1940 - 10.9.1944 (Luxemburg 1983) sowie ab 1964 philatelistische Artikel in Le Moniteur du Collectionneur (Luxemburg) und Die Sammler-Lupe (Duisburg).

Seine Kriegserlebnisse als zwangsrekrutierter Jugendlicher schildert Marcel Staar in dem Buch Waffenträger wider Willen. Das Buch erlebte vier im Lauf der Jahre jeweils erweiterte Auflagen, der persönliche Bericht wurde ergänzt mit zahlreichen Fotos, Karten und einschlägigen Dokumenten, sowie Eckdaten zum historischen Kontext.

Erzählungen von Marcel Staar erschienen Ende der 1940er und in den 1950ern u.a. in An der Ucht oder Revue, einige eine Auswahl wurden leicht überarbeitet im Band Menschen im Unwetter neu herausgebracht. Der Privatdruck Was der Tag mir brachte (2005) versammelt Schüleraufsätze und Erzählungen von Marcel Staar aus den Jahren 1936 bis 1939.

Seit dem Jahr 2000 gibt Marcel Staar verstreut erschienene Artikel von seinem Vater Paul Staar aus der Nachkriegszeit sowie Schriften aus dem Nachlass heraus. Beispiele wären Brücken bauen. Politische Briefe eines Luxemburgers an einen jungen Deutschen 1947 bis 1949 (2005), Der Ruf der Heimat. Roman um das Schicksal eines Luxemburger Bauernhofes (2008) oder Splitter. Fragmente aus der konfliktreichen Zeit nach der Befreiung Luxemburgs 1944 (2013).

Nicole Sahl

Sonstige Mitarbeit

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Wallfahrt des Herzens. Wege zu Dichter und Gedicht
Paul Staar [Autor(in)]
Marcel Staar [Herausgeber(in) / Redakteur(in)]
2003
DEU
2003
Der Ruf der Heimat. Roman um das Schicksal eines Luxemburger Bauernhofes. Hrsg. aus dem Nachlass des Autors von Marcel Staar
Paul Staar [Autor(in)]
Marcel Staar [Herausgeber(in) / Redakteur(in)]
2008
DEU
2008

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
An der Ucht. Letzeburger Familjekalenner
Marcel Staar
Cliärrwer Kanton (De) / DCK
Marcel Staar
Letzeburger Kanner
Marcel Staar
moniteur du collectionneur (Le) II. organe officiel de la Fédération des sociétés philatéliques du Grand-Duché de Luxembourg
Marcel Staar
Revue / Lëtzebuerger illustréiert Revue
Fides
Marcel Staar

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Eugène Ney
1983 Vor 40 Jahren: Studentenflak. In: Télécran N°41 (08.-14.10.1983), S. 12-19
Stefan Kunzmann
2015 Soldat wider Willen In: Revue Nr. 16 (15.04.2015), S. 14-19
Zuletzt geändert 23.05.2018