Marius Wagner

J.P. Marius-Wagner; Marius W.; J.P. Wagner, Dellen; J.P. Marius Wagner; Jean-Pierre Wagner [geb.]

Pseud.: Marius

Luxemburg-Limpertsberg - Luxemburg


Marius Wagner, eigentlich Jean-Pierre Wagner, verließ mit 15 Jahren die Schule und bereitete sich im Selbststudium auf das Aufnahmeexamen für die Lehrernormalschule vor, das er als Sechzehnjähriger bestand. Nach dem Abschluss 1914 plante er mit Freunden, darunter Gust van Werveke, sich das Studium der Weltsprachen aufzuteilen. Ein Angebot der Regierung, an einer deutschen oder französischen Universität zu studieren, konnte er nach eigenen Angaben aus privaten Gründen nicht annehmen. Bis 1923 war er Lehrer in Dellen, dann in Luxemburg. In den 30er Jahren bemühte sich Marius Wagner um eine Reform des Heimatkundeunterrichts, die er in seiner Studie Heimatkundlicher Erziehungsunterricht. Versuch einer neuen Schulreform (1935) darlegte. Wagner war Ausschussmitglied und Bibliothekar der GEDELIT und der Alliance française. Nach dem Krieg arbeitete er vermutlich als Buchhalter.

Marius Wagner veröffentlichte Kindererzählungen in Zeitung für kleine Leute. Er verfasste Leitartikel und Kommentare zur Innenpolitik und kleinere Abhandlungen über den Krieg im Escher Tageblatt und war Mitarbeiter von Luxemburger Zeitung, Obermosel-Zeitung sowie Les Cahiers luxembourgeois, wo er Gedichte wie Sommernacht und Freund Hein und Rezensionen veröffentlichte. Der Essay Dualismus wurde 1933 beim Literaturwettbewerb Les Cahiers luxembourgeois ausgezeichnet. Zusammen mit Arthur Hary plante er 1918 eine Anthologie zeitgenössischer luxemburgischer Dichter. Unveröffentlicht blieben Gedichte in der spätromantischen Tradition, eine literaturhistorische Studie über die romantische Schule sowie die unvollendet gebliebene Autobiografie M.W. Mein Leben zwischen zwei Welten.

Claude D. Conter

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Marius Wagner
Frohes Schaffen = Actif et gai. Monatsschrift für zeitgemässe Luxemburger Volksschulpraxis
Marius Wagner
Luxemburger Zeitung III [1868-1941] / LZ
Marius Wagner
Obermosel-Zeitung / OMZ
Marius W.
Marius Wagner
Tageblatt / Escher Tageblatt = Journal d'Esch. Zeitung fir Lëtzebuerg
Marius
J.P. Marius-Wagner
Marius Wagner
Zeitung für kleine Leute
J.P. Wagner, Dellen
Marius Wagner

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1936 Abreißkalender. In: Luxemburger Zeitung 19.07.1936
Emile Haag
1976-1977 Die Luxemburger Gesellschaft für deutsche Literatur und Kunst (Gedelit). 4 Teile. In: Hémecht 28 (1976), H. 1, S. 5-26; H. 2, S. 101-157; H. 3, S. 285-320; 29 (1977), H. 2, S. 133-171.

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Concours littéraire "Les Cahiers luxembourgeois" 2. Preis (Deutsche Essays) Dualismus 1933

Mitgliedschaft

Name
Alliance française
GEDELIT
Zuletzt geändert 27.04.2018