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Foto: Michel Grandhomme


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© Archiv Luxemburger Wort

Michel Grandhomme

Platen Woluwe-Saint-Lambert ()

Pseudonyme: Michel Gr.

Michel Grandhomme war Arbeiter, Süßwarenverkäufer in einer Kirmesbude und Oberkellner. Um 1920 ließ er sich in Esch/Alzette nieder, wohnte zeitweise in Fels, Diekirch, Dortmund, Gelsenkirchen, Luxemburg und Brüssel, bevor er gegen 1925 nach Esch/Alzette zurückkehrte. Dort betrieb er eine Schauspielagentur und trat als Musiker in einem Tanzlokal des Bahnhofsviertels auf, spielte Geige und Gitarre, war Sänger, komponierte mehrere Lieder und schrieb luxemburgische Texte zu aus Frankreich stammenden Melodien, wie Den neien Danz zur Weise von Dans les jardins de l'Alhambra. Zu seinen Künstlerfreunden gehörte Peter Faber.

Michel Grandhomme schrieb drei Theaterstücke mit Gesang in luxemburgischer Sprache. Im Sozialdrama Den Ierzkinék thematisiert er die Konflikte zwischen den Interessen der kapitalistischen Bourgeoisie, verkörpert durch einen Bergwerkseigentümer, und den Forderungen der Proletarier, die für ihn arbeiten und im Elend leben. Nach dem Tod des Unternehmers verliebt sich seine Tochter in einen Volksdichter, der die Leitung des Bergwerks übernimmt und für sozialgerechte Verhältnisse sorgt. Die Komödie Ro'eg! d'Emma zeigt ein junges Paar, dessen Zweisamkeit durch Einmischung der Köchin, einem früheren Kindermädchen der Braut, gestört wird. In 10 000 Dollars, dem bekanntesten Vaudeville von Michel Grandhomme, dreht sich die Intrige um einen Geldbetrag, den ein betagter reicher Amerika-Rückkehrer einem jungen Mädchen verspricht, das er heiraten will. Das Stück endet mit der Aussicht auf eine dreifache Hochzeit und besticht durch jazznahe Melodien. Unveröffentlicht blieb das 1925 aufgeführte Lustspiel in einem Akt Am neie Weltbad.

Dieser Artikel wurde verfasst von Frank Wilhelm

Veröffentlichungen

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Wilhelm, Frank: Michel Grandhomme. Unter: , aktualisiert am 06.11.2015, zuletzt eingesehen am .