Danielle Hoffelt

Danielle Hoffelt, épouse Sinner

Esch/Alzette


Foto: Danielle Hoffelt
Danielle Hoffelt
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Nach dem Abitur 1982 am Lycée Hubert Clement in Esch/Alzette studierte Danielle Hoffelt Französisch am Centre Universitaire in Luxemburg und an der Universität Straßburg. Nach dem Hochschulabschluss unterrichtete sie Französisch u. a. 1987 an der École privée Marie Consolatrice und von 1988 bis 1990 am Lycée Hubert Clement jeweils in Esch/Alzette, dann bis 1997 in Luxemburg am Lycée technique de Bonnevoie und seit 1997 in Echternach.

Danielle Hoffelt ist eine engagierte Schriftstellerin, die in ihren Texten zu Gunsten der Frauen und der Benachteiligten Stellung nimmt. So unternahm sie eine feministische Neufassung des Melusina-Mythos (2010). Themen sind Kriege in der Welt, Hoffnungslosigkeit, Elend, Ungerechtigkeit den Schwächsten gegenüber sowie Gesellschaftsfragen, die sie sowohl in ihren Werken als auch in ihrem gesellschaftlichen Wirken beschäftigen. Mit dem Gedichtband Mots à maux ist ein neuer Ton in ihrem Werk hörbar. Einsamkeit, Liebessehnsucht, Trennung und Schmerz sind nun wiederkehrende Themen in melancholisch klingenden Gedichten, in denen ein entwurzeltes lyrisches Ich spricht, dessen Vergangenheit nicht mit Worten zu begreifen und zu bewältigen ist.

Die Gedichte von Danielle Hoffelt erscheinen in den luxemburgischen Zeitschriften Les Cahiers luxembourgeois, nos cahiers, Estuaires und Re-cré, manche in ausländischen Zeitschriften z. B. Die Brücke, Traversées oder in Anthologien wie Résistances aux guerres (2008) oder  Am anderen Ende der Lichtung (2010). Einige ihrer Gedichte wurden ins Mazedonische und ins Spanische (abril 2010) übersetzt. Im Lycée technique in Bonneweg lernt sie Michel Grevis kennen, mit dem sie den Gedichtband zweeërlee schrieb.

Danièle Hoffelt veranstaltete pädagogische Theaterateliers, zuerst bis 1997 im Lycée technique de Bonnevoie zusammen mit der Gruppe LTBissimo, danach Schreib- und Theaterateliers im im Lycée classique Echternach mit der 1996 gegründeten und jetzt von ihr selbst geleiteten Theatertruppe Nouveaux-nez epternaciens. Aufgeführt werden Stücke, die Geschehnisse aus der Geschichte Echternachs aufgreifen, wie etwa das Mysterienspiel Pandora (1998). Gemeinsam mit Jean-Claude Degrell schrieb sie das Libretto von drei Musicals, die von den Nouveaux-nez epternaciens in der Basilika oder im Trifolion aufgeführt werden. Zum Anlass der Feier zur 1300-jährigen Gründung der Benediktinerabtei Echternach verfasst, erzählt das Musical OraLabora (1998) mit Liedern in verschiedenen Sprachen das Leben des anglo-irischen Mönches Willibrord, der 698 die Abtei begründetete, sowie Episoden aus der Geschichte der Stadt Echternach. Die Opernballade Ultima Ora (2004/2009), mit Texten von Jean-Claude Degrell und Danielle Hoffelt und Vertonungen von Jean-Marie Kieffer und Georges Urwald, basiert auf Anekdoten aus der Sammlung Echternach, liebe alte Stadt von Marcel Simon. Sie wurde vertont von Jean-Marie Kieffer. Das Oratorium 1815 (2014) ist ein Musical zur Geschichte Luxemburgs zur Zeit des Wiener Kongresses 1814/15. Die Liedertexte stammen von Jean-Claude Degrell und Jeff Seyler, die Musik von Georges Urwald und Jean-Marie Kieffer und die Handlung zwischen den Liedern von Danielle Hoffelt.

Daniele Hoffelt veröffentlichte zudem Literaturkritiken in tabou und war Lektorin für Editions Estuaires. Sie erhielt 1996 den Prix Arthur-Praillet für den Band Impuissances und den zweiten Preis beim Wettbewerb "Vers d’automne –2001" der Stadt Florange. Daniele Hoffelt war Mitglied des LSV bis zu dessen Auflösung im Jahre 2016.

Claude D. Conter

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
zweeërlee
Michel Grevis [Autor(in)]
Danielle Hoffelt [Autor(in)]
1994
DEU FRE LTZ
1994
Impuissance. Poèmes. [Illustrations : Charles Kohl]
Danielle Hoffelt [Autor(in)]
1996
FRE
1996
Pandora. Mysteriespill - Mystère - Mysterienspiel. Musique : Jean-Marie Kieffer
Danielle Hoffelt [Autor(in)]
[2004]
DEU FRE LTZ
2004
Ultima Ora. Eng Ballad Opera [Basilika Iechternach, 28.-29. November 2009]. Text: Danielle Hoffelt, Jean-Claude Degrell. Musek: Jean-Marie Kieffer, Georges Urwald
Jean-Claude Degrell [Autor(in)]
Danielle Hoffelt [Autor(in)]
[2009]
LTZ
2009
Mots à Maux.
Danielle Hoffelt [Autor(in)]
2013
FRE
2013

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Apertura Magazine
Danielle Hoffelt
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Danielle Hoffelt
Eis Sprooch (Actioun Letzebuergesch)
Danielle Hoffelt
Estuaires. Revue culturelle
Danielle Hoffelt
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Danielle Hoffelt
Récré / Ré-création / Ausbléck. Magazine culturel de l'APESS
Danielle Hoffelt
tabou
Danielle Hoffelt
Traversées. Revue littéraire trimestrielle
Danielle Hoffelt

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
d.m. (Danièle Michels)
1996 Danielle Hoffelt. Prix Arthur Praillet. In: Revue 27.11.1996.
Hilda van Heel
1996 Une voix qui sonne juste. La Luxembourgeoise Danielle Hoffelt reçoit le prix de poésie Arthur Praillet. In: Luxemburger Wort 30.10.1996
hf (Henri Fischbach)
1997 Poesie für den Frieden. In: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek 19.02.1997.
1998 Les lauréats du prix Arthur Praillet: Danielle Hoffelt. In: Traversées n° 19 (juin 1998), p. 2-8
2014 Geschichtsbühne. Weltpremiere von „Oratorium 1815“ gestern Abend im Trifolion. In: Lëtzebuerger Journal 28.11.2014

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Prix Jeune Littérature (ALUC) Ehrenpreis 1987
Prix Arthur-Praillet (Marcourt, B) 1996
Prix "Vers d'automne" de la Ville de Florange (F) 2e prix 2001

Mitgliedschaft

Name
LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1985-2016]
Theatergruppe des LGE (Maroldt)
Zuletzt geändert 26.03.2018