Martine Schoellen

Luxemburg


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Martine Schoellen
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Martine Schoellen ist die Nichte von Jean Aimé Stoll und die Kusine von Renée Stoll. Sie wuchs in Mersch auf und besuchte das Lycée classique de Diekirch. Nach dem Abitur 1984 studierte sie Germanistik und Anglistik am Centre universitaire in Luxemburg und an der Universität des Saarlandes. Martine Schoellen unterrichtete Deutsch am Lycée classique de Diekirch, am Lycée technique hôtelier Alexis Heck und am Lycée technique Michel Lucius.

Martine Schoellen übersetzte die Kinderbücher The Gruffalo, The Gruffalo's Child sowie Zog und Zog and the flying doctors von Julia Donaldson und Axel Scheffler vom Englischen ins Luxemburgische. In den beiden ersten Bänden geht es um Angst, Unerschrockenheit und Überwindung eines an Größe und Kraft überlegenen Gegners durch Pfiffigkeit und Schläue. Held von De Grüffelo ist eine Maus, die auf ihrem Spaziergang durch den Wald das von ihr imaginierte Monster Grüffelo tatsächlich trifft und es das Fürchten lehrt. Im Fortsetzungsband bricht das Grüffelokind ohne seinen Vater auf, um die Maus aufzutreiben und zu fressen. Wieder erweist sich die Maus als schlauer und schlägt das Grüffelokind in die Flucht.

Zog und Den Zog an d’Dokteren aus der Loft sind ein Plädoyer in Versen für das friedliche Zusammenspiel von Mensch und Tier. Statt Feuer zu speien und den Ritter anzugreifen, der gekommen ist, die Prinzessin zu befreien, wird Zog sich in die Lüfte erheben und den Ritter und die Prinzessin auf seinem Rücken zu ihrem Ziel bringen. Im Fortsetzungsband stellen Zog, der Ritter Wenzel und Pärel ihre Heilkünste unter Beweis und überzeugen den König, dass auch eine Prinzessin Arzt sein darf.

Bislang unveröffentlicht ist Martine Schoellens luxemburgische Übersetzung des Hans Christian Andersen Märchens Den Dëlpeshans, nach der deutschen Textfassung Der Tölpel-Hans von Volker Quandt. Das Stück für junges Publikum wurde 2012 und 2014 vom Nationaltheater Mannheim - Schnawwel in Luxemburg und in der Großregion aufgeführt.

Germaine Goetzinger

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Patrick Versall
2012 Ein Märchen als Instrument zur Wertevermittlung [Den Dëlpeshans]. In: Lëtzebuerger Journal 10.1.2012
2013 „Kein ‚Malen nach Zahlen‘“. Die Luxemburger Übersetzerin der „Grüffelo“-Bücher im Gespräch. Martine Schoellen über Sprachförderung, Wortspiele und eine Insel der Ruhe. In: Luxemburger Wort, 28.12.2013, S. 9

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr yearsort
De Grüffelo. Aus dem Engleschen iwwersat vum Martine Schoellen 2010 2010
Dem Grüffelo säi Kand. Aus dem Engleschen iwwersat vum Martine Schoellen 2013 2013
Den Zog an d’Dokteren aus der Loft. Aus dem Engleschen iwwersat vum Martine Schoellen 2016 2016
Zog. Aus dem Engleschen iwwersat vum Martine Schoellen 2016 2016
Zuletzt geändert 18.11.2019