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Foto: Tom Weber


Foto:
© Carlo Rinnen

Tom Weber

Luxemburg

Pseudonyme: Vito Volpe

Tom Weber besuchte die Grundschule in Grevenmacher und ab 2009 das Gymnasium in Echternach. Seit dem Abitur 2016 studiert er Germanistik sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier.

Tom Weber schreibt seit seinem 16. Lebensjahr und veröffentlicht überwiegend deutschsprachige Gedichte und Artikel über Literatur auf dem mit der Schulkameradin Sophie Aduial (= Sophie Modert) gemeinsam verfassten Blog „just thoughts“ sowie in Buchform.  Einzelne Gedichte sind in den Anthologien Frankfurter Bibliothek. Gedicht und Gesellschaft (2015) und Ausgewählte Werke XIX (2016) veröffentlicht. Tom Weber ist zudem Mitglied des Musik- und Theatervereins Rhäifränsch in Grevenmacher.

Kennzeichen von Tom Webers Poesie sind die Kleinschreibung, eine offene Odenform, Reime und die bewusste Einordnung in literarische Traditionen. Als literarische Referenzautoren sind erkennbar Paul Eluard, Gustave Flaubert, Baudelaire, Paul Verlaine, Jean Kobs oder Goethe, Hugo von Hofmannsthal, Georg Trakl, Rilke, Paul Celan und Hilde Domin; Einflüsse aus der romantischen Literatur sind an wiederkehrenden Themen wie die Nacht, der Tod, das Meer, die Autonomie des Künstlers, das Leiden des Dichters, das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft erkennbar. Tom Weber greift zudem auf eine Bildsprache der römischen und griechischen Literatur und Mythengeschichte zurück. Wiederkehrende Stimmungen sind die der Melancholie, der Einsamkeit, der Liebe; auch schildert er Naturerfahrungen. Zu dem von ihm vertretenen Ideal einer klassischen Bildungsästhetik gehören auch die in Berichten dokumentierten Italienreisen und ihr literarischer Niederschlag in Gedichten. Seine Lyrik begreift Tom Weber als Ausdruck eines Dichterverständnisses, wonach der Schriftsteller einen distanziert-kritischen Blick vom Rande der Gesellschaft entwirft, sich zugleich als ein innerlich zerrissenes Individuum begreift und in der Literatur einen idealen Zufluchtsort schafft. Mit dem Band Mondscheinsonette, der auf das Langgedicht Mondscheinsonate von Jannis Ritsos und das gleichnamige Musikstück von Beethoven anspielt, greift Tom Weber auf traditionelle Sonettform zurück; er entwirft in diesem Gedichtzyklus entlang der Beschreibung von der Abend- zur Morgendämmerung die Bewusstwerdung des Künstlers. Der Band halfway to blossoming enthält englischsprachige Gedichte, die nach verschiedenen tibetanischen Bardos, d.h. Übergangsphasen im Leben des Menschen, gegliedert sind. So schildern die Gedichte den Lebenszyklus von Geburt, Leben und Tod sowie die Transition zur meditativen Phase. 

Außer Gedichten hat Tom Weber bislang auch Prosa geschrieben. Der Band 5 neue Weihnachtssagen und Erzählungen enthalt nebst einer Erzählung eines Bekannten, Xavier C., fünf eigene Weihnachtsgeschichten. Die Novelle Charons Barke, die gleichzeitig in französischer Übersetzung erschien, ist eine in Venedig spielende Geschichte einer Flucht aus dem Alltag und vor der Vergangenheit, in der der Autor vor dem Hintergrund eines von Schein und Oberflächlichkeit geprägten Modernitätspessimissmus die Träume, die Emotionen und die Kunst als lebensbejahende Elemente der Orientierungslosigkeit in der Posthistoire entgegengestellt. 2019 erschien ¡Ultreya! –We’ll be fine!, ein Reisetagebuch in dem Tom Weber und Jo Risch ihre Erfahrungen auf dem Jakobsweg von Porto nach Santiago de Compostela schildern, illustriert mit eigenen Fotos.

Tom Weber veröffentlicht auf seinem Blog Gedichte, vor allem aber Artikel in deutscher und englischer Sprache über Literatur, Musik, Film und Kultur im Allgemeinen, z. B. über You Tube Channels oder das Weinfest in Grevenmacher, und auch Beiträge über sein eigenes Werk, die er allesamt in den Sammlungen A Year of Thoughts chronologisch anordnet und im Eigenverlag herausgibt. Im Blog nimmt der Autor auch Stellung zu politischen Debatten und Konflikten, z.B. im Nahen Osten, in der Türkei oder in Griechenland oder zum Brexit und zu Europa, sowie zu sozialen Themen, wie zum Kommunikationsverhältnis von Robotern zu Menschen, zu Menschenhass und Rechtsextremismus, zu Flüchtlingsmigration oder zu Terrorismus.

2014 war Tom Weber Preisträger beim Concours Jeune Printemps des Printemps des Poètes - Luxembourg, bei dem er u.a. das Gedicht Was ist Kunst eingereicht hatte. 2020 wurde Tom Webers Gedichtband fluides herz beim Concours littéraire national in der Kategorie für junge Schriftsteller ausgezeichnet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Claude D. Conter und Pascal Seil

Veröffentlichungen

Übersetzungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
    Verwendete Namen
    Tom Weber

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Zitiernachweis:
Conter, Claude D./Seil, Pascal: Tom Weber. Unter: , aktualisiert am 27.10.2020, zuletzt eingesehen am .