30.09.1936 Luxemburg
R. S. wuchs in Clerf auf, wo sein Vater Friedensrichter war. Dort ging er zur Schule, bis er 1945 nach Luxemburg umzog. Nach dem Abitur am Lycée de garçons in Luxemburg studierte er Latein, Französisch, Deutsch, Englisch, Philosophie, Pädagogik und Geschichte an den Cours supérieurs (1956), an der Sorbonne sowie an der École des chartes in Paris (1959). Nach dem Militärdienst erhielt R. S. 1961 ein Stipendium für Italienischkurse in Perugia und unterrichtete dann Geschichte und Französisch zunächst am Lycée de garçons in Luxemburg sowie von 1963 bis 1965 in Esch/Alzette, anschließend bis 2000 wieder am Lycée de garçons in Luxemburg. R. S. war von 1969 bis 1974 Präsident der Lehrergewerkschaft APESS. Ab 2002 war er Mitglied des Institut grand-ducal, Section des arts et des lettres. R. S. begann nach schwerer Krankheit mit dem Schreiben. Die beiden ersten Gedichtbände erschienen in französischer Sprache. Später legte er auch Gedichte in deutscher und luxemburgischer Sprache vor, in denen er Stimmungsbilder der Natur, Seelenlandschaften und Luxemburger Kulturdenkmäler beschrieb. Ihn interessieren Figuren der nordischen Mythologie, archaische Mythen, Ursprünglichkeit in Natur und beim Menschen. Die religiösen Momente im Werk R. S.s kommen in den Motiven der Trauer und Todessehnsucht sowie in den Übersetzungen der Psalmen ins Luxemburgische zum Ausdruck, die er zusammen mit Félix Molitor vorlegte. Das Atmen des Steins ist eine Sammlung von Haikus, die Momente der Meditation und des Nachdenkens ermöglichen sollen. Einzelne Gedichte von R. S. wurden von Béby Kohl-Thommes vertont. Zwei Gedichtbände wurden von illustriert. Vor allem in den Zeitschriften Galerie, nos cahiers, Cliärrwer Kanton, Récré und Les Cahiers luxembourgeois sowie in Die Warte-Perspectives veröffentlichte R. S. Erzählungen und Kurzgeschichten in luxemburgischer Sprache, in denen er reale und fantastische Welten miteinander verband. Gemeinsam mit seinem Sohn Luc schrieb er Kriminalgeschichten in luxemburgischer Sprache, so etwa über den Großvater und Richter Charles Schaack. R. S. gibt in seiner dreibändigen Autobiografie Éislécker Erënnerungen, Stater Stëbs und Studente, Spunten a Stagiären Einblicke in das Studenten- und Lehrermilieu von den 50ern bis in die 70er. Im Bildband Luxembourg (1991) stellte er die Geschichte, Kultur, den Alltag und die Geografie Luxemburgs vor. Allgemeine und spezifisch auf Luxemburg bezogene sprach- und kulturkritische Reflexionen stellt er in seinem persönlichen Wörterbuch L'ABC en vadrouille an.
| Titel | Jahr |
Sprache | Genres | Rezension |
|---|---|---|---|---|
| D'Psalmen op Lëtzebuergesch. iwweersat vun Felix Molitor a Raymond Schaack ; Sprooch- a Konschtberodung: Lex Roth a Claude Bache ; mat Psalmen-Illustratioune vum Marc Chagall Molitor, Félix trad. Schaack, Raymond trad. |
1996 | LTZ |
Titel der Zeitung/Zeitschrift |
benutzte Namen |
|---|---|
| Arts et lettres. publication de la Section des arts et des lettres de l'Institut grand-ducal | Schaack, Raymond |
| Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts | Schaack, Raymond |
| Cliärrwer Kanton (De) | Schaack, Raymond |
| Eis Sprooch (Actioun Letzebuergesch) | Schaack, Raymond |
| Galerie. Revue culturelle et pédagogique | Schaack, Raymond |
| Hémecht / Ons Hémecht / 'T Hémecht | Schaack, Raymond |
| nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur | Schaack, Raymond |
| nouvelles pages de la S.E.L.F. (Les) | Schaack, Raymond |
| Récré / Ré-création. Magazine culturel de l'APESS | Schaack, Raymond |
| Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort | Schaack, Raymond |
| Name |
|---|
| APESS - Association des professeurs de l'enseignement supérieur et moyen |
| Institut grand-ducal Section des arts et des lettres |