Jérôme Jaminet

Pseud.: jj

Luxemburg


Foto: Jérôme Jaminet
Jérôme Jaminet
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Jérôme Jaminet wuchs in Luxemburg, Gonderingen und Junglinster auf. Nach dem Abitur am Lycée Robert Schuman 1999 studierte er Germanistik und Philosophie an der Universität Trier. Dort arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Kant-Forschungsstelle. Er ist Mitherausgeber der Essays von Ram Adhar Mall zur interkulturellen Philosophie (2003) und zur Religionsphilosophie (2004). Jérôme Jaminet war zunächst als freier Publizist tätig und schrieb Beiträge für die Radiosender RTL, Eldoradio und RPR-1 (1997-2001) und für die Tageszeitungen Luxemburger Wort und Luxemburger Journal (1996-2001) sowie für das Lëtzebuerger Land (2007). 2007 war er Herausgeber des Fotobandes Wie es ist. Momentaufnahmen von Andreas Gröhbühl. Von 2007 bis 2011 war Jérôme Jaminet, der seine Magisterarbeit über die Relevanz hermeneutischer Konzepte für die Linguistik schrieb, beim Projekt „Littératies plurilingues“ als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungseinheit „Language, Culture, Media, Identities“ an der Universität Luxemburg tätig und hat in diesem Forschungsfeld mehrere Vorträge über linguistische Hybridität gehalten. Von 2011 bis 2013 war er Lehrbeauftragter für Deutsch an der École privée Marie Consolatrice, wo er zudem in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit tätig war. Seit 2013 unterrichtet er Deutsch am Lycée Michel Lucius.

Jérôme Jaminet schrieb zunächst Kurzgeschichten, ab 1996 Gedichte und seit 2002 Aphorismen und Essays in deutscher Sprache, die im Lëtzebuerger Journal (1997-2001) und in nos cahiers erschienen sind. Eine Sammlung seiner zwischen 1995 und 2002 geschriebenen Texte veröffentlichte er unter dem Titel Gedankenstille. Darin kritisiert er einerseits die Spaßgesellschaft, der er eine Besinnung auf zwischenmenschliche Kommunikation entgegensetzt, andererseits die Schulsituation, die Triglossie und die Gegenwartsliteratur in Luxemburg. Auf der Motivebene rekurriert er auf die phantastische und Fantasy-Literatur. Mehrere Texte sind im Trierer Literaturmagazin Literamus erschienen. 2013 erschien der Kurzprosatext Ertrinken in der Anthologie Fragments 3793. Jérôme Jaminet zählt zu den Gründungsmitgliedern des Schriftstellervereins Die Feder an der Universität Trier. Er war zusammen mit Claudine Muno Mitglied der Folkkrockband Soma (1999-2001).

Jérôme Jaminet ist als Literaturkritiker im In- und Ausland tätig. Von 2014 bis 2017 zeichnete er für die wöchentliche Literaturkritiksendung Book Look bei Eldoradio verantwortlich. Das Nachfolgeformat New Literary Voices betreiben   Luc François, Sascha Dahm und Maxime Weber seit September 2017 auf Facebook und newliteraryvoices.net. Jérôme Jaminet gehörte zudem zu den Initiatoren der Kritikersendung LiteraturLabo des Radio 100komma7, sitzt in Literaturjurys und moderiert Literaturveranstaltungen. 2016 löste sein im forum veröffentlichter Essay über Literaturkritik, Klasse für die Masse, eine Debatte über die Aufgaben von Rezensenten aus.  Er schreibt zudem für SWR2, Bücher-Magazin und für spiegel-online. Jérôme Jaminet engagiert sich im Bereich der Lese- und der Schreibförderung, wobei er überwiegend auf junge Autoren setzt, indem er Workshops in Schulen organisiert. Er gehört neben Samuel Hamen und Jessica Mersch zu den ersten Literaturvermittlern in Luxemburg, die auf soziale Medien zurückgreifen: blogs, youtube oder Facebook, wo er die schreibpartizipative Plattform StoryTeller initiierte. Seit 2016 wirkt er beim Jugendliteraturpreis Prix Laurence mit.

 

Claude D. Conter

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Gedankenstille
Jérôme Jaminet [Autor(in)]
2003
DEU
2003

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Lëtzebuerger Journal / Letzeburger Journal / Journal / LJ. Politik, Finanzen a Gesellschaft
Jérôme Jaminet
nos cahiers. Lëtzebuerger Zäitschrëft fir Kultur
Jérôme Jaminet

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Samuel Hamen
2015 Interviewtreffe mam Literaturkritiker Jérôme Jaminet. Vun alle Säiten - iwwer d’Literatur zu Lëtzebuerg (5). In: Lëtzebuerger Journal, 23.07.2015, S. 16. Aller à Lëtzebuerger Journal
Josée Hansen
2016 Nouvelle scène. In: d’Lëtzebuerger Land, 10.06.2016, p. 14.
2016 Scène littéraire: L'imprésario. In: WOXX 29.08.2016
Anne Ludwig
2016 Trivialliteratur als Einstiegsdroge. Der "Booklooker" Jérôme Jaminet möchte die Welt des Lesens verändern. In: Tageblatt, 25.07.2016, S. 29.
2017 Bequeme Künstler? Wieso der Staat der potentielle Mephisto des Künstlers ist. In: Tageblatt, 08.08.2017, S. 6.
2017 Bücherwürmer und Nachwuchstalente. Im Gespräch: Jérôme Jaminet über LiteraTour, Bohlen und Literatur füR die Masse. In: Tageblatt, 25.04.2017, S. 18.
2017 Inselrätsel. In: Revue, 21.06.2017, S. 26-27.
Simone Molitor
2017 Literatur über Grenzen. Luxemburger Autoren und das Ausland. Wie könnte diese Hürde überwunden werden? In: Lëtzebuerger Journal, 15.06.2017, S. 15. Aller à Lëtzebuerger Journal

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr yearsort
Gedankenstille 2003 2003
Zuletzt geändert 19.02.2018