18.11.1962 Luxemburg
E. L. ist der Sohn italienischer Immigranten. Nach der Primärschule besuchte er die École des arts et métiers und studierte anschließend Elektrotechnik am Institut supérieur de technologie. Nach einem Zweitstudium der Kunstgeschichte und der Archäologie an der Universität Straßburg von 1984 bis 1991 war E. L. von 1991 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musée national d’histoire et d’art. Von 1996 bis 2008 leitete er das Casino Forum d’art contemporain. Dort organisierte er 1998 gemeinsam mit Jo Kox die Manifesta 2. 2009 übernahm er die Leitung des Musée d’art moderne Grand-Duc Jean (MUDAM). E. L. ist Vorstandsmitglied der luxemburgischen Sektion der Association internationale des critiques d’art (AICA).Von 2005 bis 2011 war er außerdem Präsident der International association of curators of contemporary art (IKT). E.L. ist Kurator vieler luxemburgischer und ausländischer Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, u. a. der anlässlich der Biennale von Venedig 2009 ausgeladenen Ausstellung 100 Sexes d’artistes des belgischen Künstlers Jacques Charlier. Er schrieb zahlreiche Beiträge für Ausstellungskataloge und Sammelbände, u.a. für Diversité et culture (Paris 2010).
E.L. ist Autor vieler kunsthistorischer Abhandlungen wie Art contemporain à Luxembourg depuis 1970 (2007). Daneben gilt sein Interesse der Literatur, wo er sich in unterschiedlichen Genres versucht hat und dabei der Kunst immer einen zentralen Platz einräumt. Le crépuscule d’un rêve américain ist ein autobiographischer Reisebericht mit Referenz auf Jack Kerouacs On the road entlang der legendären Route 66 von Chicago nach Los Angeles. Die Reise bietet Anlass zu Reflexionen über die sozialen Gegensätze in der amerikanische Gesellschaft, die sich auch in der Architektur widerspiegeln. Morts au musée ist ein kriminalistischer Schlüsselroman über die sozio-kulturellen Gepflogenheiten der luxemburgischen Kunstszene, während Nous sommes heureux, ausgehend von einer roten Neonskultur gleichen Namens die befreiende und Selbsterkenntnis fördernde Wirkung zeitgenössischer Kunst thematisiert. Hier wie dort steht im Mittelpunkt der französische Journalist Antoine Deschamps und dessen künstlerisch-erotische Lebenserfahrungen. Chasse à l’homme de l’art spielt im Jahr 2129 und beschreibt im Rückblick die Kunstszene Luxemburgs Anfang des 21. Jahrhunderts aus der Perspektive eines in dem Edelbordell Casino aufgewachsenen Jungen, der sich den Zugang zur Kunst dank alter Ausstellungskataloge des ehemaligen Casino Forum d’art contemporain verschafft hat.
| Titel | Jahr |
Sprache | Genres | Rezension |
|---|---|---|---|---|
| Le crépuscule d’un rêve américain. Au long de la route 66. Lunghi, Enrico aut. |
2007 | FRE |
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| Morts au musée. Histoire d’art et de sang. Lunghi, Enrico aut. |
2008 | FRE |
→ | |
| Nous sommes heureux. Fable artistique en quatre saisons. Lunghi, Enrico aut. |
2009 | FRE |
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| 2129. Chasse à l’homme de l’art. Lunghi, Enrico aut. |
2011 | FRE |
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Titel der Zeitung/Zeitschrift |
benutzte Namen |
|---|---|
| kulturissimo. mensuel culturel et socio-politique | Lunghi, Enrico |
| Name | URL |
|---|---|
| Webseite zum Autor beim Service du Livre luxembourgeois (B) | http://www.servicedulivre.be/fiches/l/lunghi.htm |