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Foto: Jean Bürlesk


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© Jean Bürlesk

Jean Bürlesk

Jean Beurlet [geb.]
Luxemburg

Jean Bürlesk, eigentlich Jean Beurlet, besuchte von 1998 bis 2004 die Grundschule in Böwingen/Attert, dann, von 2004 bis 2010, das Lycée de garçons in Luxemburg. Nach dem Abitur studierte er, von 2010 bis 2014, Geschichte, Politikwissenschaft, Islamistik und Slawistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und, von 2014 bis 2019, Geschichte an der Universität Luxemburg. Seit 2014 ist er offizieller Stadtführer der Stadt Luxemburg.

Jean Bürlesk schreibt v.a. Kurzprosa und Lyrik, zunächst auf Französisch und Deutsch, dann auf Englisch. Seine Texte sind in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften erschienen, so in Les Cahiers luxembourgeois, im Lëtzebuerger Journal und in der literarischen Beilage des Tageblatt, Bücher – Livres. 2016 nahm er mit elf anderen Autoren am Projekt Impossible Readings 7 teil, bei dem nach dem Prinzip der cadavres exquis ein zwölfteiliger Text entstand; 2018 erschien sein mehrsprachiger Beitrag Endstatioun Lëtzebuerg. Um conto de primavera im Sammelband Le Goût du Luxembourg. Weitere Kurztexte erschienen in Fundstücke/Trouvailles (2020) und dem Sammelband Premières Amours (2021).

Bürlesks erste eigenständige Publikation, The Pleasure of Drowning (2020), vereint Texte, bei denen das Konzept des wirklichen und metaphorischen Ertrinkens im Mittelpunkt steht. Dabei nutzt er bekannte Märchen und Mythen, um sie in einem oft im Zusammenhang mit Geschlechterbeziehungen stehenden Perspektivenwechsel auf ihren subversiven Gehalt hin zu untersuchen und metafiktional zu durchbrechen. Die für Bürlesks Texte bezeichnende narrative Selbstinszenierung geht dabei in paratextuellen Spielereien über den Erzählvorgang hinaus.

2021 wurde Jean Bürlesks Theaterstück Pas un pour me dire merci, das er zusammen mit Francesco Mormino verfasst hat, am Théâtre d'Esch/Alzette uraufgeführt. Das Stück untersucht, am Beispiel einer Familie, deren Mutter unter einer Psychose leidet, die Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf das unmittelbare familiäre Umfeld. Im gleichen Jahr war er neben Claire Thill und Jérôme Netgen einer von drei Autoren, deren Kurztheaterstücke unter dem Titel How to Get Rich in Luxembourg (Fast) vom anglophonen Theaterkollektiv Collateral Drama auf die Bühne gebracht wurden. Der „Theater-Spaziergang“ Nuetsgejäiz & Bëschgepëspers, den er zusammen mit Mandy Thiery schrieb und der von Mil GoerensEiser Soen inspiriert wurde, wurde 2022 vom Theaterkollektiv Maskénada aufgeführt.

2013 erhielt Jean Bürlesk die Mention d’encouragement pour un jeune auteur des Concours littéraire national für das Theaterstück Eine herrliche Frau; Auszüge wurden im Rahmen des Projektes New Voices 2015 an zwei Abenden im Kasemattentheater aufgeführt. Die Textsammlung The Pleasure of Drowning wurde 2019 mit dem Prix d’encouragement der Fondation Servais ausgezeichnet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Nathalie Jacoby

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
    Verwendete Namen
    Jean Bürlesk
  • Titel der Zeitschriften
    Lëtzebuerger Journal / Letzeburger Journal / Journal / LJ. Politik, Finanzen a Gesellschaft
    Verwendete Namen
    Jean Beurlet
  • Titel der Zeitschriften
    Livres - Bücher. Un supplément du Tageblatt
    Verwendete Namen
    Jean Bürlesk

Sekundärliteratur

Auszeichnungen

Mitgliedschaft

  • A:LL Schrëftsteller*innen
Zitiernachweis:
Jacoby, Nathalie: Jean Bürlesk. Unter: , aktualisiert am 08.07.2022, zuletzt eingesehen am .