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Luxemburger Autorenlexikon
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Luxemburger Autorenlexikon

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Autor

Berens, Adolf

Berens, Adolphe; Berens, J.A. / J.-Adolf / J.-Adolphe

Pseud.: Ale Mann; Berens, Dölly; Canzen, Prosper; Döll, Gillius; Fondeur, Felix; Frantzen, Justus; Franzmann, Isabgar; Nouterlan; Quiddam / Quidam; vun ém ale Mann

15.03.1880 Grevenmacher - 23.03.1956 Petingen


70.jpg
Adolf Berens
Foto: In: Gesamtwierk II, S. 2 ©

A. B. ist der Sohn eines Steinmetzen und wuchs nach dem frühen Tod des Vaters bei seiner Mutter und seinen Großeltern auf. Nach der Primärschule in Grevenmacher besuchte er die Lehrernormalschule in Luxemburg. Anschließend hatte er verschiedene Lehrerstellen inne, zunächst im Bahnhofsviertel der Stadt Luxemburg, an der Ackerbauschule in Ettelbrück und in Steinheim bei Echternach. Von 1904 bis 1914 stand er im Dienst André Duchschers an der Knabenschule von Wecker und leitete die Arbeiterfortbildung in dessen Fabrik. Über diese ihn prägende Zeit berichtet A. B. in seinen Erënnerongen u meng zwe' Patre'ner. Er setzte seine Laufbahn in Rollingen (Lamadelaine) und vom Beginn der 1920er Jahre bis zu seiner vorzeitigen Versetzung in den krankheitsbedingten Ruhestand im Jahr 1936 als Oberprimärlehrer in Petingen fort. A. B. war Mitglied des von Lucien Koenig ins Leben gerufenen National-Instituts, des Institut grand-ducal, Section de linguistique, de folklore et de toponymie und 1936 Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins D'Hémechtssprôch. 1926 schlug er die Stiftung eines nach Michel Rodange benannten Preises für Mundartliteratur vor. Als Mitarbeiter der von Frantz Clément 1903-1904 herausgegebenen Zeitschrift Der Morgen veröffentlichte A. B. Gedichte und literaturkritische Beiträge u. a. über Peter Rosegger. Zwischen 1907 und 1913 entstanden die unveröffentlicht gebliebenen Theaterstücke in deutscher Sprache Der Trauring, Tisbina und Kriemhild. In den 1920er und 1930er Jahren erschienen seine Beiträge zur Volkskunde, Lokalgeschichte und Mundartliteratur etwa in der Obermoselzeitung, der Jonghémecht, der Zeitschrift für Sprach- und Volkskunde Arduenna und im Kalender Der Luxemburger Hinkende Bote. Sein Roman D'Kerfegsblo'm gilt als erster Roman in luxemburgischer Sprache. Er erzählt eine im ausgehenden achtzehnten Jahrhundert einsetzende und sich über mehrere Jahrzehnte erstreckende Geschichte aus der Zeit der französischen Revolutionskriege. A. B. erhielt für seinen Roman 1928 den ersten Prix de littérature luxembourgeoise. Die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen und die Problematik der Landflucht thematisiert das Volksstück Schennesch a Schîwesch. Wie das Fastnachtsspiel Am Gedei! ist es im ländlichen Milieu des Syr-Tals angesiedelt. Das nach dem Zweiten Weltkrieg erschienene Epos De Gro'sse Käser um die Gestalt Heinrichs VII. schließt an die Gestaltung historischer Stoffe im Rahmen der nationalistischen Dichterschule Lucien Koenigs an. A. B. hinterließ Manuskripte von Romanen, Theaterstücken sowie Sammlungen epischer und lyrischer Dichtung.

Pierre Marson

Eigene Werke

Mitarbeit bei Zeitungen und Zeitschriften

Titel der Zeitung/Zeitschrift
benutzte Namen
Arduenna. revue de linguistique et de folklore = Zeitschrift für Sprach- und Volkskunde
Berens, Adolf
Jonghémecht / Jong-Hémecht. Zeitschrift für heimatliches Theater, Schrift- und Volkstum
Berens, Adolf
Luxemburger hinkende Bote (Der). Volkskalender für das Grossherzogtum Luxemburg
Berens, Adolf
Morgen (Der). Monatsschr. für religiöse, künstler. u. wiss. Kultur
Berens, Adolf
Obermosel-Zeitung / OMZ
Berens, Adolf
Zeitung für kleine Leute
Berens, Adolf

Sekundärliteratur in Auswahl

Archiv

BNL: Ms 377, 378, 379, 381, 382, 384, 385

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk
Jahr
Prix de littérature I Luxembourg Prix de littérature D'Kerfegsblo'm 1928

Mitgliedschaft

Name
Hémechtssprôch
Institut grand-ducal Section des sciences morales et politiques
Nationalinstitut Letzeburg (1922-1927)
Zuletzt geändert 28.01.2013