Wir verwenden essenzielle Cookies, um Ihnen ein besseres Erlebnis auf unserer Website zu gewährleisten. Mehr erfahren

Foto: Marie-Isabelle Callier


Foto:
© Vincent Flamion

Marie-Isabelle Callier

Knokke ()

Nach der Grundschule in Ohain und dem Gymnasium in Brüssel schloss Marie-Isabelle Callier an der École supérieure des arts Saint-Luc (1988-1991) in Brüssel einen Graduiertenstudiengang als Illustratorin ab. Anschließend arbeitete sie während zwölf Jahren als Grafikdesignerin und Werbeillustratorin, bevor sie sich ganz der Kinderbuchproduktion und der Kunst widmete. Als Malerin nahm sie an Gruppen- und Einzelausstellungen teil in Brüssel, Washington, Shanghai, Singapur und Luxemburg, u. a. 2014, 2017 und 2020 in der Galerie André Simoncini, welche 2014 ein Künstlerbuch von ihr verlegte. Sie stellte auch mit der Vereinigung De mains de maîtres aus, 2018 in Luxemburg, 2019 in Paris. Marie-Isabelle Callier besitzt die doppelte belgische und luxemburgische Staatsbürgerschaft, sie lebt und arbeitet in Luxemburg.

Marie-Isabelle Callier tritt als Autorin und/oder Illustratorin von Kinderbüchern auf. In diesen schneidet sie durchgängige Themen der Kindheit an, wie etwa gastronomische Vorlieben und Abneigungen (J'aime pas le poisson ! 2003), Einschlafschwierigkeiten (Sarah et le petit pois, 2006), die Trotzphase (Non et non pas question, 2011) oder eineiige Zwillinge mit ihren Unterschieden (Monsieur Rouge & Monsieur Bleu, 2012). Kinder machen sich auf die Suche nach der Zauberschokolade der Fee Carabosse, die Papas Krankheit heilen kann (Bosses, Cabosse et Carabosse, 2008) oder probieren die Problemschwangerschaft ihrer Mutter zu verstehen (Ma Maman ballon, 2012).

Le Trésor de Lucilinburhuc (2017) erzählt von einer Schnitzeljagd und Schatzsuche quer durch die Stadt Luxemburg, deren Ausgang durch einen Streit zwischen Zwillingsbrüdern gefährdet wird. Im Text werden auch historische Informationen zur Hauptstadt spielerisch vermittelt. Wichapi - étoile parmi les étoiles (2019) erzählt von einem kleinen Siouxmädchen, das nicht mit ihrer Familie und ihrem Stamm in wärmere Gegenden ziehen will, ohne sich von ihrem Freund Petite Ourse, einem Bärenkind, zu verabschieden. Da der Bär aber im Winterschlaf liegt, begibt sie sich erst im Frühjahr alleine auf die abenteuerliche Reise zu ihren Leuten. Mystères aux musées (2020) nimmt die kleinen Leser mit auf eine nächtliche Entdeckungsreise durch die Museen der Stadt Luxemburg und deren Kunstschätze, das Buch, herausgegeben von den Amis des Musées, existiert in vier Sprachfassungen.

Einige Titel wurden von Myriam Welschbillig ins Luxemburgische und Deutsche übersetzt. Andere Bücher wurden ins Englische, Deutsche, Niederländische, Slowenische, Kroatische, Dänische, Koreanische, Chinesische und Türkische übertragen. Marie-Isabelle Callier illustriert auch ein Kinderbuch von Martine Horsmans.

Mit ihren Büchern setzt Marie-Isabelle Callier sich auch für humanitäre Projekte ein, wie die Forschung zu Gehirntumoren bei Kindern (A Weed in my Head), die Unterstützung von Kindern der Miao-Minderheit in China durch den französischen Verein Couleurs de Chine (Le Secret de Xinmei) oder die Förderung des Zugangs zur Bildung von benachteiligten Kindern in Südafrika durch die luxemburgische Vereinigung Naledi (My School, My Community, Our Future, 2016). Für die Fondatioun Kriibskrank Kanner entwarf sie 2017 das Gesellschaftsspiel "Let's go Poldi" und ein Seidentuch.

Dieser Artikel wurde verfasst von Nicole Sahl

Veröffentlichungen

Sonstige Mitarbeit

Übersetzungen

Sekundärliteratur

Zitiernachweis:
Sahl, Nicole: Marie-Isabelle Callier. Unter: , aktualisiert am 13.01.2021, zuletzt eingesehen am .