Paul Scheuer

Luxemburg


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Paul Scheuer
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Paul Scheuer besuchte die Grundschule und das Athenäum in Luxemburg. Nach dem Abitur 1963 studierte er Mathematik und Physik in Luxemburg und Straßburg. Von 1967 bis 2008 unterrichtete er am Lycée classique de Diekirch.

Paul Scheuer gehört zu den Pionieren des Luxemburger Films und war Leiter der Filmproduktionsgesellschaft AFO (Atlantic Film Organization). Paul Scheuer trat in luxemburgischen Filmproduktionen auf und produzierte den ersten Spielfilm in luxemburgischer Sprache Wat huet e gesot (1981) sowie Kurz- und Dokumentarfilme wie Schwaarze Schnéi (1985) und mit Maisy Hausemer und Georges Fautsch Klibberkleeschenschuebermaischenallerherrgotts-nationalsprangkirmes (1989). Paul Scheuer und Michel Geiben standen schon 1972 hinter dem AFO-Kurzfilm L'étrange découverte de Blaise Aristocephale mit Roger Manderscheid in der Hauptrolle, zu dem Jean-Pierre Kraemer das Drehbuch schrieb. Zusammen mit Maisy Hausemer schrieb Paul Scheuer die Drehbücher zu den Spielfilmen Congé fir e Mord (1983), Mumm Sweet Mumm (1989) und Dammentour (1992). 2012 erschien der Film D'Symetrie vum Päiperléck von Paul Scheuer und Maisy Hausemer um die Gestalt des alternden Schriftstellers Roger als posthume Hommage an Roger Manderscheid. Paul Scheuers Drehbuch war 2001 vom Fonds national de soutien à la production audiovisuelle mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden.

Paul Scheuer hat, ebenfalls mit Maisy Hausemer, das Stück Nom Begriefnes geschrieben, das mit dem 1998 von der Stadt Luxemburg ausgeschriebenen Preis für Theater in luxemburgischer Sprache ausgezeichnet und 2000 unter der Regie von Frank Feitler anlässlich des 25. Jubiläums des Théâtre des Capucins aufgeführt wurde. Es handelt von einer kurzfristig abgesagten Hochzeitskomödie, die in eine von einer Schauspieltruppe spontan organisierten Begräbnisfarce umgeschrieben wird. Darin spielen beide Autoren mit verschiedenen dramatischen Traditionen: Theater auf dem Theater, Commedia dell'arte, Improvisationstheater.

Claude D. Conter

Werke

Titel Jahr Sprache Genres yearsort
Nom Begriefnes. Eng Farce. An Zesummenaarbecht mam Maisy Hausemer
Maisy Hausemer [Autor(in)]
Paul Scheuer [Autor(in)]
2000
LTZ
2000

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
Josée Hansen
2000 Eidel Hysterie De Paul Scheuer huet en Theaterstéck geschriwwen an de Frank Feitler huet et inszenéiert. Weess iergend ee firwat? In: d'Lëtzebuerger Land 18.02.2000.
2005 Lëtzebuerger Kino. Aspects du cinéma luxembourgeois. Ed. par Jean Back, Joy Hoffmann, Viviane Thill, Robert Theisen.
Jean-Louis Scheffen
2005 Premiers pas. Années 1970 et 1980. Les débuts du cinéma luxembourgeois. In: Lëtzeburger Kino. Aspects du cinéma luxembourgeois. Ed. par Jean Back, Joy Hoffmann, Viviane Thill et Robert Theisen. 2005, S. 111.

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Concours littéraire national Auszeichnung - Hörspiel Jhamper Wamperdang. E Stéck fir ze läuschteren. 1999
Concours pour "treatments" et scénarios du Fonds national de soutien à la production audiovisuelle 2. Preis ex aequo D’Symetrie vum Päiperléck 2001

Mitgliedschaft

Name
Théâtre des Capucins
Zuletzt geändert 20.06.2016