Yves De Smet

Brüssel ()


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Yves De Smet
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Als Sohn eines Offiziers der belgischen Armee besuchte Yves De Smet die Primärschule in Brüssel, Pepinster und in der BRD, wo sein Vater stationiert war. Nach seinen Gymnasialstudien am Athénée Royal de Pepinster und am Collège Saint-Louis in Liège studierte er von 1971 bis 1978 Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe und Neuropsychiatrie an der Universität Paris (Salpêtrière) und an der Université catholique de Louvain. Er war zuerst Facharzt in der Clinique Saint-Louis, dann, bis zu seinem Ruhestand, im Centre hospitalier neuropsychiatrique in Ettelbrück. Yves De Smet ist Luxemburger; er ist Vorstandsmitglied der Amis de la Maison de Victor Hugo in Vianden und des Theatervereins Rido-Op in Ettelbrück

Yves De Smet veröffentlicht wissenschaftliche Studien in Fachzeitschriften wie Acta neurologica belgica, Acta psychiatrica belgica (Brüssel) und Bulletin de la Société des sciences médicales du Grand-Duché de Luxembourg. 1995 war er zusammen mit Dr. Jean-Marie Spautz Herausgeber der Akten des Ärztesymposiums Le lobe frontal. Approches neuropsychiatriques. Seine wichtigste fachliche Veröffentlichung trägt den Titel L’ischémie cérébrale (Brüssel 1993).

Yves De Smet schreibt Gedichte und Prosatexte, die in den Cahiers luxembourgeois, in Galerie und in Die Warte- Perspectives veröffentlicht werden. Seine Gedichte, zum Beispiel aus seinem Antiphonaire, reihen sich ein in das Vermächtnis des Surrealismus und behandeln Liebesbeziehungen und Erotik, wobei die Verse sich an die beschwörenden Litaneien André Bretons anlehnen. Der Gedichtband versteht sich als Hommage an den weiblichen Körper in 183 Themen, die an die Jahreszeiten gebunden sind. Zitate von großen Autoren unterstreichen seine sensualistische Weltauffassung und wechseln ab mit Texten zu Ehren von gleichgesinnten Schriftstellern wie Mallarmé, Aragon, Rimbaud oder Benjamin Perret.

In dem hybriden Text Victor Hugo à Vianden, ou, l'impossible manuscrit (2018) liefert Yves De Smet eine Darstellung des luxemburgischen Exils des französischen Dichters nach der Ausweisung aus Belgien im Mai 1871. Ausgangspunkt sind die kursiv im Text gesetzten persönlichen Notizen und Zeichenhefte Hugos, die De Smet ergänzt durch kurze fiktionalisierte Zusätze, die erzählen, wie der Aufenthalt ausgesehen haben könnte. Hinzugedichtet wird auch ein mittelalterliches Manuskript, entdeckt bei Hugos ersten Viandenbesuchen als Tourist in den 1860er Jahren. Mélusine, damoiselle bien aimée wird dem Troubadour am Hof der Grafen von Vianden Yves de l’Our zugeschrieben, einem Alter ego des Autors.

Frank Wilhelm / Nicole Sahl

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Bulletin de la Société des sciences médicales du Grand-Duché de Luxembourg
Yves De Smet
Cahiers luxembourgeois (Les). revue libre des lettres, des sciences et des arts
Yves De Smet
Galerie. Revue culturelle et pédagogique
Yves De Smet
Warte (Die) = Perspectives. Supplément culturel du Wort
Yves De Smet

Mitgliedschaft

Name
Amis de la Maison de Victor Hugo
Zuletzt geändert 05.03.2019