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Hary Trauffler

Henri Trauffler
Bondorf Mamer

Pseudonyme: H.T. ; T.H.

Hary Trauffler besuchte gemeinsam mit Franz Binsfeld, Paul Noesen und Mathias Wagener-Nosbusch die Lehrernormalschule in Luxemburg. Er wurde 1910 Lehrer in Bilsdorf, dann in Holzem und in Mamer. Nach den mit der Hochschulreife gleichgestellten Rangexamina studierte er nach dem Ersten Weltkrieg ein Jahr lang an der Universität in Paris. Von 1931 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1951 war er Lehrer und Direktor an der Oberprimärschule von Mamer.

Hary Trauffler schrieb für Kinderzeitschriften, er war Mitarbeiter der von Arthur Hary herausgegebenen Zeitung für kleine Leute und, von 1921 bis 1932, Schriftleiter der Morgenglocken. Er veröffentlichte auch im Luxemburger Schulfreund und in Letzeburger Kanner sowie für in der Zeitschriften Eis Sprooch des gleichnamigen Vereins, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehörte, und in Eis Sprooch der Actioun Lëtzebuergesch. Trauffler war Mitglied des lnstitut Grand-Ducal, Section de Linguistique, de Folklore et de Toponymie und arbeitete mit am Luxemburger Wörterbuch. Hary Trauffler lieferte auch Beiträge zur Lokalgeschichte von Mamer und Capellen, etwa die Geschichte Beim Waldteufel im Juckelsbusch (1939), sowie zu seinem Geburtsortes Bondorf, etwa in Festbroschüren der lokalen Musikgesellschaft und Feuerwehr.

Zusammen mit Mathias Wagener-Nosbusch verfasste Hary Trauffler den Band Im Gottesgarten (1930) mit erbaulichen Plaudereien und Geschichten aus der Tier- und Pflanzenwelt. Vor allem aber schrieb Hary Trauffler zahlreiche Theaterstücke für Kinder, die sich durch ihre moralisch-didaktische Ausrichtung auszeichnen. Die meist lustigen, teilweise aber auch ernsten Stücke greifen Motive aus dem Alltag und aus der Märchen- und Sagenwelt auf. Als erstes wurde Zockerzongen 1921 im Volkshaus in Luxemburg-Stadt aufgeführt. Eng Wonnerkro'n (1930) entstand in Zusammenarbeit mit Michel Hever. Nach einer ersten Sammlung von Theaterstücken 1931 erschien ab 1949 eine teilweise veränderte und ergänzte Neuauflage in neun Bänden. Weitere Titel, wie Eng Hemlechkét, Eng Wett matt de Wichtelcher oder De Wanter um Gericht blieben unveröffentlicht.

Hary Trauffler ist auch der Autor einer Reihe von unveröffentlichten Theaterstücken für Erwachsene und Kinder, die Adaptationen von lokalen Sagen und Legenden sind. Hierzu zählen D’Kapell vum Wobierg. Schwe’er Zeiten zu Bissen, 1953 unter der Regie von Eugène Heinen in Bissen aufgeführt, Bei der Deiwelslee, 1953 in Gilsdorf uraufgeführt, sowie das 1958 in Itzig auf die Bühne gebrachte Drama De Klautje vun Itzëg, nach einer Vorlage von Wilhelm Weis. 1960, anlässlich der Tausendjahrfeier von Mamer, schrieb Trauffler das Festspiel Mameranus, vertont von Nicky Kirsch. Dieser vertonte auch Traufflers Gesangspiel Dräi Zäitalter (1963) zur Einweihung der Mamer Grundschule.

Lieder aus Hary Traufflers Theaterstücken wurden von Albert Thorn, Claude Augé, Nicky Kirsch, Bernard May, Jean-Pierre Schmit, Jos. Kinzé, Paul Pierrard, Jeng Eiffes, Willi Hülsemann und Pitt Schilling vertont.

Dieser Artikel wurde verfasst von Roger Muller und Nicole Sahl

Veröffentlichungen

Mitarbeit bei Zeitungen

  • Titel der Zeitschriften
    Bulletin linguistique et ethnologique
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler
  • Titel der Zeitschriften
    Eis Sprooch (Actioun Letzebuergesch)
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler
  • Titel der Zeitschriften
    Eis Sprooch (Eis Sprooch). Veräinsblaat fir alles waat lëtzebuurgesch ass
    Verwendete Namen
    T.H.
    Hary Trauffler
    H.T.
  • Titel der Zeitschriften
    Letzeburger Kanner
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler
  • Titel der Zeitschriften
    Luxemburger Schulfreund. Organ. des Kath.Lehrer- und Lehrerinnenvereins
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler
  • Titel der Zeitschriften
    Morgenglocken. Luxemburger Kinderzeitung
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler
  • Titel der Zeitschriften
    Zeitung für kleine Leute
    Verwendete Namen
    Hary Trauffler

Sekundärliteratur

Mitgliedschaft

  • Eis Sprooch 1952-1971
  • Institut grand-ducal Section de linguistique, de folklore et de toponymie (1935-97)

Archiv

Zitiernachweis:
Muller, Roger/Sahl, Nicole: Hary Trauffler. Unter: , aktualisiert am 04.03.2022, zuletzt eingesehen am .