Robert Steffen

Robert Gollo Steffen

Pseud.: Gollo

Wiltz


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Robert Steffen
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Robert Steffen ist der Ehemann von Renée Weber. Er verbrachte seine Kindheit in Wiltz. Nach dem Abitur am Lycée classique de Diekirch studierte er Germanistik und Romanistik am Centre universitaire in Luxemburg und an der Universität Trier. Ab 1978 unterrichtete er Deutsch am Centre d'études professionnelles in Ettelbrück, am Lycée Michel Rodange in Luxemburg, seit 1991 am Lycée du Nord in Wiltz. Von 1988 bis 2005 war Robert Steffen Schöffe der Gemeinde Esch/Sauer. Robert Steffen ist Schriftsteller, Verleger und Liedermacher. Literarisch debütierte er mit sozialkritischen Gedichten in deutscher Sprache. Er war Mitarbeiter der Zeitschriften Schliessfach und Reenbou. Unter dem Eindruck von Hugo Gernsback und den New Wave Texten Michael Moorcocks wandte sich Robert Steffen der Science-fiction zu und publizierte Beiträge in deutschen Anthologien, wie z. B. Science fiction Story Reader 9 (1977) oder Fomalhaut (1983). 1979 gab er unter dem Titel der himmel auf erden einen Band mit Science-fiction-Beiträgen aus Luxemburg heraus. Mit dem Gedichtband dat lest wandte sich Robert Steffen dem Luxemburgischen in der Wiltzer Mundartvariante zu. Auch in seiner Erzählung Congé gibt das Ösling den sozialhistorischen Hintergrund ab. Robert Steffen schreibt von gesellschaftlichen Missständen, Widrigkeiten des Alltags und unerreichten Utopien. Wichtige literarische Bezugsgröße ist Roger Manderscheid, über den Robert Steffen 1980 im Rahmen seines Referendariats die Abschlussarbeit Der Schriftsteller in Luxemburg am Beispiel Roger Manderscheid schrieb und dem er 1994 die Festschrift: aschlofen ënner engem roude stärenhimmel ass méi wéi geféierlech widmete. Seit 1987 betreibt Robert Steffen den Buch- und Musikverlag Op der Lay in Esch/Sauer, der auch jungen Autoren offen steht. Er übersetzte die Kindererzählung Muhna Lisa von Renée Weber ins Deutsche. Er war Mitglied des LSV. Seit seiner Studentenzeit ist Robert Steffen Liedermacher. Zusammen mit Walter Liederschmitt trat er als Straßenmusiker auf und arbeitete an moselfränkischen Schallplattenproduktionen mit wie Musellännisch Leeder (1983) oder Narrenfreiheit (1989). Nach Auftritten bei den Gruppen Smoking Orange, Moccouss, Hammerfest und Saitenhieb gründete er 1978 zusammen mit Franco Garganese die Robert Stephen-Band, die als erste Rockmusik mit luxemburgischen, von Robert Steffen verfassten Texten herausbrachte. Nach 1985 trat er als Gollo oder Gollo&Bänd in unterschiedlicher Besetzung u. a. mit Jean-Michel Treinen auf. Von Robert Steffen liegen im hauseigenen Verlag fünf CDs vor: Ka komme, wat wëllt (1982), Gollo 60 110 (1989), Gollo Kaddo (1994) und Eng laang Strooss (1997) und Vum Lämmes gebass (2006). Der Name Gollo, den R. S. seit dem 5. Schuljahr trägt, geht möglicherweise auf die Figur eines Zigeuners aus dem Theaterstück D'Wali des Wiltzer Autors François Clément zurück.

Germaine Goetzinger

Mitarbeit bei Zeitungen

Titel der Zeitung Benutzte Namen
Brandstëfter. onofhängeg zeddeng fir Bewegong
Robert Steffen
Lëtzebuerger Almanach. Red.: Georges Hausemer ; Gestalt.: Heng Ketter
Robert Steffen
lochnessheft
Robert Steffen
Reenbou. revue plurilingue de poésie = pluringual poetry magazine
Robert Steffen
Schliessfach. Zeitschrift für Literatur und Grafik
Robert Steffen
Zoustänn. Zeitung fir frai Expressioun
Robert Steffen

Sekundärliteratur in Auswahl (Autor & Gesamtwerk)

Autor Jahr Info
1987 Amerika läit jhust viroan Ëlwen. Der Norden lebt! In: d'Lëtzebuerger Land 25.06.1987
Christiane Schmit
1989 Le troubadour de l'Éisleck. Gollo Steffen, chansonnier luxembourgeois vient de sortir un nouveau Compact Disque. In: d'Lëtzeburger Land 18.08.1989, p. 13
Jean-Louis Scheffen
2001 Robert Gollo Steffen. Der Ein-Mann-Verlag. In: Télécran 24.02.2001, S. 26-29
Christophe "Unki" Unkelhäusser
2005 RB94 04. Sous la direction de Josée Hansen. Lexique par Christophe "Unki" Unkelhäusser, S. 239

Sekundärliteratur zu den einzelnen Werken

Titel Jahr yearsort
die untergrundgedichte. die eitelkeit des liebesgedichts. Illustrationen von marc risch 1978 1978
Der himmel auf erden. science fiction aus luxemburg 1979 1979
De Mann aus dem Séi. E Liewe virum Stau. Fotoe vum Léon Hoffmann [dreisprachiger Text; franz. Übersetzung: Henriette Nittel, deutsche Übersetzung: Robert Steffen] [2011] 2011

Literaturpreise

Name Auszeichnung Ausgezeichnetes Werk Jahr
Concours littéraire national Auszeichnung - Prosa Congé 1986

Mitgliedschaft

Name
lochness Gruppe
LSV - Lëtzebuerger Schrëftstellerverband [1985-2016]
Zuletzt geändert 28.03.2018